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Duygu Bugur Vizeeuropameisterin in Kocaeli

emcMit einem 15-köpfigen Aufgebot reiste der Deutsche Karate Verband zu den 52.Karate Europameisterschaften der Senioren in die Türkei.

496 Athletinnen und Athleten aus 44 Nationen nehmen vom 4.-7.Mai 2017 an den kontinentalen Meisterschaften in der Region etwa 130 km östlich von Istanbul teil.
 

Auf dem Weg nach Kocaeli hatte sich die 15-köpfige deutsche Auswahl in den letzten Wochen und Monaten intensiv vorbereitet, um bei der EM eine entscheidende Rolle bei der Medaillenvergabe zu spielen.

Neben den Aktiven zählten die Bundestrainer Thomas Nitschmann, Efthimios Karamitsos, Klaus Bitsch, der DKV-Sportdirektor Ralph Masella, Dr. Jürgen Fritzsche sowie die medizinische Abteilung mit Dr. Björn Lembcke und Physiotherapeut Armin Kolb zum deutschen Tross.

Als Offizielle repräsentierten der DKV-Präsident Wolfgang Weigert, das EKF-Komissionsmitglied Michael Schölz sowie die internationalen Kampfrichter Roland Lowinger, Eva Mona Altmann, Horst Schuler und Helmut Thätz das deutsche Team.


Vize EM-Titel für Duygu Bugur:
DKV19520 2Nach dem sensationellen Gewinn des Vize-Weltmeistertitels bei der Heim-WM 2014 in Bremen hatte die Berlinerin Duygu Bugur mit einer langwierigen Rückenverletzung zu kämpfen.

Fast zwei Jahre musste sie pausieren. Statt dem gewohnten Kumite-Programm übte sich die sympatische Sportlerin in Geduld und beschäftigte sich mit Reha- und Aufbautraining.
 
Umso stärker meldete sich Duygu nun bei den Europameisterschaften in der Kategorie Kumite Damen -50kg auf internationaler Ebene zurück.

Dem Auftaktsieg über eine Kämpferin aus Bosnien und Herzegowina ließ sie gegen die beiden Titel-Mitfavoritinnen Bettina Plank/Österreich (4:0) und Alexandra Recchia/Frankreich (1:0) gleich zwei eindrucksvolle Kämpfe hintereinander folgen.

Im Halbfinale traf sie dann auf die Tschechin Chronkova und machte mit einem glänzenden 5:1-Erfolg den EM-Finaleinzug perfekt. "Ich komme mir vor, als würde ich träumen!", sagte Duygu, nachdem sie den Sieg zugesprochen bekam und von der gesamten deutschen Mannschaft gefeiert wurde.

Leider gelang es der Berlinerin nicht, ihren Titel-Traum im Finale bei der EM zu verwirklichen. Gegen die starke Ukrainerin Kryva verpasste Duygu Bugur den EM-Coup, konnte sich aber über die Silbermedaille und damit weiteres Edelmetall auf europäischer Ebene freuen.


Platz fünf für Jasmin Bleul und Noah Bitsch
Schon vor den Wettkämpfen war klar, dass im  Wettbewerb Kata Einzel der Damen Jasmin Bleul einmal mehr zum erweiterten Favoritenkreis gehörte. Dieser Rolle wurde die Sportlerin vom SC Judokan Frankfurt in den Vorrunden wieder gerecht und setzte sich mit starken Techniken und überzeugender Ausstrahlung gegen ihre Kontrahentinnen aus Tschechien (4:1) und Holland (5:0) klar durch.

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Bei der Halbfinal-Begegnung mit der Italienerin Viviana Bottaro hatte Jasmin dann zwar das Nachsehen, qualifizierte sich aber für den Kampf um Platz drei gegen die Französin Sandy Scordo. Leider stimmten die Kampfrichter in der Entscheidung um die Bronzemedaille für Frankreich. Damit verpasste Jasmin das EM-Podium knapp.

Für Noah Bitsch gestaltete sich in der Kategorie Kumite Herren -84kg ein furioser Wettkampfauftakt. Nach einem Freilos wurden in der zweiten Runde bei einem Punktestand von 2:1 seinem französischen Gegner Kenji Grillon nach Ablauf der regulären Kampfzeit eine Wertung und der Sieg zugesprochen.

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Erst nach einem offiziellen Protest durch das deutsche Team revidierte das Kampfgericht diese Entscheidung und Noah hatte dadurch noch die Gelegenheit, in den weiteren Wettkampfverlauf einzugreifen. Im Anschluss gewann der Deutsche mit 1:0 gegen Alvin Karaqi aus dem Kosovo und unterlag gegen den späteren Europameister Ugur Aktas aus der Türkei.

Mit Spannung wurde dann der Kampf um Bronze mit Timothy Petersen erwartet. Hier fand der Thüringer leider nicht optimal in die Begegnung und musste dem Holländer am Ende leider den Vortritt auf dem EM-Podium lassen.

Starke deutsche Mannschaftsleistungen wurden nicht mit Edelmetall belohnt
Nach einem erfolgreichen Ausflug nach Skandinavien mit Siegen über Schweden (2:1) und Finnland (2:0) besiegten Anna Miggou, Johanna Kneer, Jana Bitsch und Silvia Sperner in der dritten Runde der Kumite-Damen Mannschaftswettbewerbe auch das kroatische Team.

Im spannenden EM-Halbfinale verpasste das deutsche Quartett gegen die Türkei nur knapp eine Sensation. Nach drei Kämpfen stand es nach Siegen 1:1, wobei die Türkinnen mehr Punkte auf ihrem Konto hatten.

So bestand für die Damenmannschaft nun die Aufgabe mit einem Sieg über die Slowakei den Platz auf dem EM-Podium zu erreichen. Nachdem Johanna Kneer mit 1:0 vorgelegt hatte, gelang es Jana Bitsch und Silvia Sperner in spannenden Kämpfen leider nicht, diesen Vorsprung entscheidend zu nutzen. Am Ende siegte die slowakische DKV19723Auswahl mit 2:1, während Team Deutschland Rang fünf belegte.

Ohne Jonathan Horne, der eine Pflichtveranstaltung bei der Deutschen Bundeswehr wahrnehmen musste, gingen die deutschen Kumite Herren in Kocaeli an den Start.

Das ambitionierte Team bestehend aus Noah Bitsch, Mehmet Bolat, Nico Drexel, Robin Winters, Patrick Urban und Amrit Kahlon ging mit großem Selbstvertrauen in die Wettkämpfe und verschaffte sich nach Siegen über England (3:1), Montenegro (1:1, Sieg in der Unterbewertung) und dem 3:1 über Serbien schnell Respekt bei der Konkurrenz.

Das Halbfinal-Duell gegen die Türkei wurde von allen Zuschauern mit Spannung erwartet.

Nach vier hochklassigen Begegnungen stand der Gastgeber als Sieger fest. Es bestätigte sich aber auch, das trotz der Abwesenheit von Jonathan Horne die Deutsche Auswahl ein ernst zu nehmender Gegner ist. Den Schritt auf das Siegerpodest verpasste dann die DKV-Auswahl nach einem 1:3 gegen die Ukraine.

Jasmin Bleul, Sophie Wachter und Christine Heinrich setzten sich nach einem Freilos

mit der weißrussischen Auswahl auseinander. Dank eines souveränen 5:0-Sieges trat das DKV-Erfolgstrio mit großem Selbstbewusstsein gegen Frankreich auf die Tatami. Beide Teams zeigten in dieser Begegnung Karate auf Topniveau, wobei die Kampfrichter leichte Vorteile bei der französischen Konkurrenz sahen.

Im kleinen Finale galt es dann für die Schützlinge von Bundestrainer Efthimios Karamitsos, sich gegen die Gastgebernation Türkei durch zu setzen. Die Türkei gewann diese Begegnung und verwies das deutsche Trio leider auf den undankbaren fünften Platz

Mit insgesamt einer Silbermedaille und vier fünften Plätzen präsentierte sich die deutsche Karate Nationalmannschaft im Übergangsjahr, vor der alles entscheidenden Olympia Qualifikationen ab 2018, stetig unter den Top-Five der EM-Konkurrenz, verpasste leider gleich fünf Mal nur knapp die Medaillenränge.


Alle EM-Resultate im Überblick:
2.Platz: Duygu Bugur, Kumite Damen -50kg
5.Platz Jasmin Bleul, Kata Einzel Damen
5.Platz Noah Bitsch, Kumite Herren -84kg
5.Platz Kumite Team Damen (Jana Bitsch, Johanna Kneer, Anna Miggou und Silvia Sperner)
5.Platz Kata Team Damen (Sophie Wachter, Christine Heinrich und Jasmin Bleul)
5.Platz Kumite Team Herren (Noah Bitsch, Mehmet Bolat, Nico Drexel, Robin Winters, Patrick Urban und Amrit Kahlon)
7.Platz Johanna Kneer, Kumite Damen -68kg
9.Platz Robin Winters, Kumite Einzel Herren -75kg

weiterführende Links:
Die EM auf der WKF-Seite
Alle Statistiken, aktuelle Resultate und Mitschriften
Alle EM-Auslosungen
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