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Sechs Medaillen für Team Deutschland bei den German Open 2017

halle
Vom 8.-10 September reiste die Karate-Weltelite nach Halle/Saale zu den German Open 2017. Mehr als 1.400 Athleten aus über 87 Nationen nahmen an einer der größten und wichtigsten Karate-Sportveranstaltung des Jahres teil.

Die German Open gehören zur K1 Premier League, einer Serie mit den fünf wichtigsten Turnieren der World Karate Federation (WKF), außerhalb der Welt- und Kontinentalmeisterschaften.

Diese stellt eine Liga dar, deren Gesamtsieger in diesem Jahr ebenfalls in Halle ermittelt und ausgezeichnet wurden. Für die Teilnehmer galt es zudem, wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu sammeln.



Eine schlagkräftige deutsche Mannschaft, für die neben den erfolgreichsten Karateka des Landes und zahlreiche Nachwuchskräfte nominiert wurden, spielte während des dreitägigen Großevents eine wichtige Rolle bei der Medaillenvergabe. 

Auch organisatorisch waren die German Open 2017 auf absolutem Spitzenniveau angesiedelt. Das Ausrichterteam rund um Alexander Löwe (Präsident des Karate Verbandes Sachsen-Anhalt) sowie Stephan Rewohl und über 180 freiwilligen Helfern sorgte für eine rundum gelungene Meisterschaft.

Gemeinsam mit der DKV-Wettkampfleitung, den DKV Ärzten, Kampfrichtern und den WKF- und Sportdata-Verantwortlichen wurde allen Gästen ein denkwürdiges Karate-Spitzenevent geboten. 


Erstmalige Live-Übertragung auf Sportdeutschland.tv

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Die Titelkämpfe in der Brandberghalle wurden am Finaltag live online empfangbar auf sportdeutschland.tv gezeigt. Die Aufzeichnungen aller Finalbegegnungen stehen HIER nun noch für mehrere Monate zum Nachsehen bereit. 

Shara Hubrich überrascht die internationale Konkurrenz

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Mit großem Kampfgeist und konsequent-ausgeführten Techniken setzte sich Shara Hubrich in der Kategorie Kumite Damen -50kg an die Spitze der German Open. Die Athletin vom TV Borgeln steigerte sich von Kampf zu Kampf und setzte sich in den Ausscheidungsrunden gegen Kontrahentinnen aus Frankreich, Slowakei, Japan und Weißrussland durch.

Im Halbfinale, gegen die Türkin Tokcan, entschieden die Kampfrichter nach 0:0 zugunsten von Shara. Bei ihrem ersten Finale bei den German Open stand sie dann der Japanerin Miho Miyahara gegenüber.

Nachdem sich der Schützling von BT Thomas Nitschmann 2013 im Finale der Jugend-WM bereits gegen die Asiatin durchsetzen konnte, bot die Shara Hubrich auch in Halle wieder einen Spitzen-Kampf und setzte sich mit großem, Willen und brillianter Taktik durch.

"Ich habe mich an den Plan gehalten und auch als ich in Rückstand geriet habe ich an mich geglaubt. Das war mein Erfolgsrezept", betonte die German Open-Siegerin nach ihrem Sieg.

Silber für Jonathan Horne

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Durch seinem Sieg beim ersten Premier League Turnier des Jahres in Rotterdam in Holland zählte der Kaiserslauterer Sportsoldat auch in Halle zu den absoluten Titelfavoriten. Diesen Erwartungen wurde Horne gerecht. Nach überzeugenden Auftritten in der Vorrunde qualifizierte sich Horne wie schon im Vorjahr für das Finale der German Open.

Er gewann gegen Kontrahenten aus Italien, Slowakei, Mazedonien, Frankreich und Kanada. Die Finalbegegnung mit Gogita Arkania, Weltmeister 2014, war bis zum Ende hart umkämpft. Der Georgier ging zu Beginn der Begegnung schnell mit einer Kontertechnik mit 1:0 in Führung und konzentrierte sich dann hauptsächlich darauf, den Kampf zu vermeiden.

Trotz mehrerer klar-wertbarer Aktionen gelang es Jonathan Horne nicht mehr auszugleichen, sodass er sich mit Rang zwei bei den German Open begnügen musste. Mit diesem Ergebnis bestätigte er auf dem Weg zu Olympia 2020 seine große kämpferische Klasse.

Das DKV Kata-Damen-Team gewinnt die Bronzemedaille

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Sophie Wachter und Jasmin Bleul verpassten in der starken internationalen Konkurrenz in den Kata-Einzelwettbewerben zwar den Schritt über die Vorrunde, gemeinsam mit ihrer Teamkameradin Christine Heinrich gelang dem Bundeswehr-Duo aber der Gewinn der Bronzemedaille in der Disziplin Kata-Team Damen.

Nur gegen die amtierenden Weltmeisterinnen aus dem Karate-Ursprungsland Japan mussten sich die Schützlinge von BT Efthimios Karamitsos dieses Mal geschlagen geben.

Johanna Kneer und Jana Bitsch auf dem Siegerpodest

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Johanna Kneer bewies nach ihrem Achtungserfolg beim Series A-Turnier in Toledo auch in Halle, dass sie weltweit zu den Top-Kämpferinnen in der Kategorie Kumite Damen -68kg gehört. Einem 3:0-Erfolg gegen Serbien folgten klare Siege über Kämpferinnen aus der die Slowakei (7:1), Frankreich (7:1) und Norwegen (9:3).

Ihr Poolfinale entschied die Sportsoldatin aus Ravensburg zwar mit 1:0 für sich, musste aber dann im Kampf um den Finaleinzug einer slowakischen Athletin mit 1:5 den Vortritt lassen. Den Kampf um Bronze, gegen eine Athletin aus Frankreich, bestimmte Johanna Kneer klar mit 4:0 und sicherte somit eine weitere Bronzemedaille für Team Deutschland.

Ihre Teamkameradin Jana Bitsch reservierte sich, nach engagierten Auftritten in der Sporthalle Brandberge, ebenfalls verdient einen Platz auf dem Podium.

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Dank der Vorrunden-Siege über Lettland, Serbien und Kroatien stand die WM-Dritte von 2014 als Poolsiegerin in der Kategorie Kumite Damen -55kg fest.

Zwar verlor Jana im Anschluss das Halbfinale gegen die Ukrainerin Terluyga, in einem hochklassigen Kampf um Bronze bezwang sie dann Wen Tzu Yun aus Chinese Taipeh und freute sich mit dem gesamten Team Deutschland über Platz drei.

Noah Bitsch gewinnt das kleine Finale bei den Kumite Herren -75kg

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Der Thüringer Kumite-Spezialist präsentierte sich im Mittelgewicht der Herren in einer starken Verfassung. Nach vier klaren Siegen über Belgien, Estland, Saudi-Arabien und England stand Noah Bitsch im Viertelfinale dem Usbeken Otabolaev gegenüber.

Noah Bitsch unterlag dem Asiaten sehr knapp mit 0:1, hatte aber damit noch die Chance im Anschluss um die Bronzemedaille zu kämpfen. Im weiteren Verlauf der Trostrunde besiegte er dann den Japaner Yuti Mori und trat im Kampf um Bronze gegen den Türken Fatih Sen an. Diese Begegnung ging mit 2:0 Punkten zugunsten des Deutschen aus, was somit die insgesamt sechste Medaille für Team Deutschland bei den German Open 2017 bedeutete.

Überzeugendes Teamergebnis in Halle
Mit insgesamt einmal Gold, einmal Silber und vier Mal Bronze erzielten die deutschen Karateka bei den German Open 2017 ein wirklich beachtliches Ergebnis. Die DKV-Auswahl gehörte mit sechs Podiumsplatzierungen zu den erfolgreichsten Nationen bei dem stark-besetzten Turnier und sicherte sich nach Japan und Russland Platz drei im Medaillenspiegel.

Auch die weiteren DKV-Starterinnen und Starter zeigten starke Leistungen und trugen sich mit überzeugenden Leistungen mehrfach in den Top-Ten der Siegerlisten ein. So kämpften sich unter anderem Ilja Smorguner, Nico Drexel und Robin Winters sowie Gizem Bugur in ihren Trostrunden weit nach vorne, verpassten aber jeweils knapp den Einzug in das kleine Finale.

Mit diesen Erfolgen wurden gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio geschaffen. In den kommenden Monaten geht es dann in die heiße Phase auf dem Weg zu den olympischen Wettbewerben in der japanischen Metropole.

Alle deutschen Resultate im Überblick:
1.Platz 
Shara Hubrich, Kumite Einzel Damen -50kg

2.Platz 
Jonathan Horne, Kumite Einzel Herren +84kg

3.Platz
Jana Bitsch, Kumite Einzel Damen -55kg
Johanna Kneer, Kumite Einzel Damen -68kg
Kata Team Damen (Christine Heinrich, Jasmin Bleul und Sophie Wachter)
Noah Bitsch, Kumite EInzel Herren -75kg
Text: Frank Miener & Christian Grüner



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