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Deaflympics: Trotz verpasster Medaille überwiegt das Positive

Dr. Christoph Rieck über seine beiden Auftritte in Brasilien, das hohe Niveau und die deutschen Fans. Bildergalerie online.

Deaflympics: Trotz verpasster Medaille überwiegt das Positive

Dr. Christoph Rieck (Dritter von links) bei der Aufstellung

Obwohl er sein Ziel, der Gewinn einer Medaille bei den Deaflympics, den "Weltspielen der Gehörlosen", nicht erreicht hat, nimmt Dr. Christoph Rieck viel Positives mit aus Caxias do Sul (Brasilien). Nicht nur, dass das Niveau im Kata-Wettbewerb durch die Kämpfer aus Japan, der Türkei und der Ukraine auf ein neues Level gehoben wurde (die Finals im Einzel- und Team-Wettbewerb wurden zwischen der Türkei und der Ukraine ausgetragen). Vielmehr freute er sich darüber, dass erstmals deutsche Fans direkt an der Wettkampf-Fläche zugegen waren. "Wenn damit das Interesse an Karate geweckt wird und der Funke überspringt, haben wir trotzdem etwas gewonnen", bilanzierte Rieck.

Nachdem er zum Auftakt mit der Kata Goju shi ho dai in seinem Vorrunden-Pool auf dem sechsten Platz gelandet war und sich damit nicht für die nächste Runde qualifiziert hatte ("Die Kata war ordentlich, ich habe alles gegeben"), lief es im Kumite-Wettbewerb weniger gut - obwohl der dritte Platz durchaus in Reichweite gewesen war. Doch nach der Niederlage gegen den späteren Finalisten aus der Ukraine und dem damit verbunden Einzug in die Trostrunde, konnte Rieck gegen einen Kämpfer aus dem Iran seine gewohnte Leistung nicht abrufen - und verpasste somit den Sprung auf das Podest in der "kalten, nassen und zugigen Halle".

Trotz der nicht optimalen Rahmenbedingungen hatte Rieck für den Ausrichter lobende Worte parat. Die Wettkämpfe seien sehr gut organisiert gewesen, und das gesamte Team der Kampfrichterinnen und Kampfrichter habe aus WKF-Referees und -Judges bestanden.

Dirk Kaiser


zwei Wettkämpfe an einem Tag für Christoph Rieck

Der promovierte Biologe und mehrmalige Deutsche Meister im Para-Karate nimmt zum zweiten Mal an den Deaflympics, den "Olympischen Spielen der Gehörlosen" teil - und sein Ziel ist klar formuliert: der Gewinn einer Medaille.

Am 2. Mai, 9.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr deutscher Zeit), wird es zum ersten Mal ernst für Dr. Christoph Rieck. Dann tritt der 45-Jährige im Rahmen der Deaflympics, der Olympischen Spiele der Gehörlosen, in Caxias do Sul (Brasilien) im Kata-Einzel an. Er wird der einzige deutsche Karateka in diesem Wettbewerb sein - gleiches gilt auch für den Kumite-Wettbewerb, in dem Rieck, der jüngst in Ludwigsburg zum wiederholten Mal Deutscher Meister im Para-Karate geworden ist, ebenfalls antreten wird - und zwar am selben Tag um 14.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr hierzulande).

Dass er gleich zweimal an einem Tag Tag gefordert werde, sei "ungünstig" - zumal er im Kata-Shiai 18 Begegnungen zu bestreiten habe, so Rieck, der in der Kumite-Gewichtsklasse +84 Kilogramm zunächst auf einen Athleten aus der Ukraine trifft. Insgesamt haben 24 Nationen für die Karate-Wettbewerbe gemeldet.

Bei seiner Deaflympics-Premiere 2017 im türkischen Samsun hatte der Wissenschaftliche Mitarbeiter der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie) den siebten Platz belegt. Im folgenden Interview spricht der Olympionike über seine Ziele und die Historie der "Weltspiele der Gehörlosen".

Training vor Ort 
Training vor Ort

Was bedeutet Ihnen die Teilnahme?
Dr. Christoph Rieck: "Es ist mir eine Ehre, Deutschland bei den Deaflympics zu vertreten. Um so mehr, als dass das Auswahlverfahren hart ist und nur Teilnehmer berücksichtigt werden, die Aussicht auf Erfolg, sprich Medaillenchancen, haben.

Mit welchen Zielen reisen Sie gen Brasilien?
Dr. Christoph Rieck: "Ganz klar - ich möchte eine Medaille gewinnen!"

Was ist das Besondere an dem Event?
Dr. Christoph Rieck: "Die Deaflympics sind die ältesten Olympischen Spiele für Menschen mit einer Behinderung. 1924 fanden sie das erste Mal als 'Weltspiele der Gehörlosen' in Paris statt; seit 2000 sind sie vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt und werden seither Deaflympics genannt. Zudem werden die Deaflympics vom Bundesministerium des Innern und der Deutschen Sporthilfe gleichwertig zu den Olympischen Spielen und den Paralympics gesehen."

Hat sich unter anderem in Oberhaching zusammen Mohammed Abu Wahib und Jutta Seeberger vorbereitet: Dr. Christoph Rieck 
Hat sich unter anderem in Oberhaching zusammen Mohammed Abu Wahib und Jutta Seeberger vorbereitet: Dr. Christoph Rieck

Haben Sie Ihr Trainingspensum in den vergangenen Tagen und Wochen erhöht?
Dr. Christoph Rieck: "Die Vorbereitung habe ich zusammen mit meiner Heimtrainerin Jutta Seeberger vor eineinhalb Jahren begonnen! Das reguläre Karate- und Wettkampf-Training beim Karate-Verein Herzogenaurach haben wir durch zusätzliches Training mit Mohammed  Abu Wahib und der Leistungsgruppe des SV Unsu Mömlingen erweitert. Gemäß den Forderungen des Deutschen Gehörlosen Sportverbandes haben wir detaillierte Trainingspläne erstellt und abgearbeitet. Maßgeblich unterstützt hat mich in allen Fällen der Bayerische Karatebund, insbesondere der Kata-Landestrainer 'Momo' Abu Wahib, und die Leistungssportreferenten Timo Lowinger und Gerhard Weitmann. Regelmäßige Trainings fanden zusammen mit dem bayrischen Landeskader in der Sportschule Oberhaching und im bayerischen Kata-Stützpunkt beim SV Unsu Mömlingen statt."

Interview: Dirk Kaiser

Überdimensional
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