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18. Mai 2026
"DKV-Tag" in Frankfurt: Die mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden exzellente Bedingungen vor. Mondo mit Masao Kagawa ist nur ein Highlight von vielen. Brigitte Kraußer hat die Bilder des Tages eingefangen.

Die Schlange vor dem Eingang schien kein Ende nehmen zu wollen - und das, obwohl die Akkreditierungen für diesen besonderen Tag, den "DKV-Tag" im Jubiläums-Jahr des Dach-Verbandes, im Akkord herausgegeben worden waren.
So war es wenig verwunderlich gewesen, dass sich die von Licht durchflutete Halle des Hessischen Leichtathletik-Verbandes bereits 45 Minuten vor dem offiziellen Beginn bestens gefüllt hatte.
Und die Vorfreude war den mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in die Halle im Frankfurter Stadtteil Kalbach gekommen waren, deutlich anzumerken gewesen: es wurde gefachsimpelt, sich aufgewärmt und Tuchfühlung mit den insgesamt elf Tatamis aufgenommen.

Um 10.48 Uhr war es dann soweit gewesen: Wolfgang Weigert hatte sich das Mikrofon geschnappt, um diese Veranstaltung, die erste dieser Art seit sieben Jahren, offiziell zu eröffnen.
In seiner kurzen Eröffnungs-Ansprache hatte der DKV-Präsident nicht nur die perfekten Rahmenbedingungen gelobt, sondern mit Stolz darauf hingewiesen, dass der DKV "mit Abstand der größte Zweikampfsport-Verband innerhalb des Deutschen Olympischen Sportbundes ist" und dass die Dojos, in denen Tag für Tag Training angeboten wird, "dem DKV zu dieser Größe verholfen haben".
Der Applaus, der hernach gefolgt war, hatte somit nicht nur den Ausführungen von Wolfgang Weigert gegolten, sondern auch den Anwesenden selbst.
Bevor jedoch das gemeinsame Training mit einem der letzten lebenden Großmeister aus Japan beginnen sollte, waren die Trainerinnen und Trainer, die an diesem Tag die Vielschichtigkeit der Sportart in ihre jeweiligen 60-Minuten-Einheiten demonstrieren sollten, von Wolfgang Weigert vorgestellt und mit einem kleinen Präsent bedacht worden.
Und nicht nur Masao Kagawa, der für den "DKV-Tag" eigens aus Japan angereist war, hatte viel Beifall erhalten. Auch die anderen Trainerinnen und Trainer, die in ihren Bereichen herausragende Expertise und Qualitäten besitzen, hatten sich über reichlich Applaus gefreut.


Jamal Measara (Kobudo - Jo)
Bernhard Milner
(Shotokan - Kata "Sochin" und deren kämpferisches Verhalten)
Efthimios Karamitsos (Kata)
Klaus Bitsch
(Kumite im Leistungssport - Jiyu Kumite im Freikampf verwenden)
Jürgen Kestner
(SV - Abwehr von Angriffen in der mittleren und nahen Distanz)
Dr. Axel Binhack (Karatelehrer - Die vier Elemente im Karate)
Ulrike Maaß ("Guardian Girls" für Frauen und Mädchen)
Berket Birdüzer (Koshinkan - Kihon-Formen mit Anwendung)
Christine Heinrich (Kata - Jugend)
Michael Hoffmann (Goju-Ryu - Traditionelle Kumite-Techniken)
Sven Burkard (Gewaltschutz - Konflikt-Management)
Fritz Oblinger (Kyusho Jitsu)


Nach der Vorstellungs-Runde hatte Emanuele Bisceglie, der mit seinem Team von Ken Zen Ichi die Veranstaltung hervorragend organisiert hatte, das Warm-up übernommen und hernach Masao Kagawa, der sein Programm auf dem Podium absolvieren sollte, das Mikro angelegt.
Es war der Startschuss für rund 55 exklusive Minuten gewesen, in denen Kagawa - unter Mithilfe von Kata-Assistenz-Bundestrainer Bisceglie - sein Wissen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergeben sollte. Der "DKV-Tag" hatte seinen ersten sportlichen Höhepunkt erlebt.
Im Anschluss an die erste Einheit war ein 45-minütiges Mondo gefolgt, in dessen Verlauf Kagawa zahlreiche Fragen unter anderem zu seiner aktiven Zeit ("Das Training in der JKA war hart und fordernd. Manchmal wusste ich nicht, ob ich die 90 Minuten durchstehen würde") oder zur Atmung beantwortet hatte - kompetent übersetzt von "Schlatt" ("So nennen mich alle"), der Kagawa kennt und der des Japanischen mächtig ist.

Während draußen die Sonne weiterhin für angenehme Temperaturen gesorgt hatte, war es drinnen deutlich wärmer geworden - weil sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf alle Tatamis verteilt hatten und den Anweisungen der jeweiligen Trainerinnen und Trainer gefolgt waren.
Nach dem gemeinsamen Abschluss-Training - erneut unter der Leitung von Masao Kagawa, der nach dem Mondo von Wolfgang Weigert die DKV-Ehrenmedaille in Gold erhalten hatte -, war es vor der Halle weitergegangen.
Mit Gegrilltem, kalten und warmen Getränken und Musik von "Brothers in Spirit" hatte sich ein Tag dem Ende zugeneigt, der nicht nur dem 50-jährigen Bestehen des DKV gerecht geworden war, sondern der den Beteiligten noch in lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Dirk Kaiser