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EM-Ausbeute: zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze

Jonathan Horne wird erneut Europameister. Jubel beim Kumite-Damen-Team über goldenes Edelmetall. Jana Messerschmidt und Shara Hubrich müssen in ihren Finalkämpfen unglückliche Niederlagen hinnehmen. Noah Bitsch krönt seine guten Auftritte mit Bronze. Anna Miggou und Florian Haas belegen jeweils Platz fünf.

EM-Ausbeute: zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze
Strahlender Europameister: Jonathan Horne (Zweiter von links) 
Strahlender Europameister: Jonathan Horne (Zweiter von links)

Jonathan Horne hat es wieder getan! Er hat seinen 2019 errungenen EM-Titel in der Gewichtsklasse +84 Kilogramm bei den 56. Europameisterschaften im kroatischen Porec verteidigt. Durch den 2:0-Erfolg (Waza-Ari) gegen Slobodan Mitevic. Der Serbe, den Horne selbst einen "guten Freund" nennt, hatte bereits vor zwei Jahren das Finale gegen Horne verloren.

Dass sich beide gut kennen und Respekt voreinander haben, war auch dem Kampfverlauf zu entnehmen gewesen. Kein Kämpfer wollte in Rückstand geraten, belauern und dann die eine entscheidende Aktion zu setzen hatte offensichtlich auf der Taktik-Tafel gestanden.


Da ist der Pokal: Shara Hubrich, Anna Miggou, Jana Messerschmidt und Johanna Kneer (von links) nach dem grandiosen Triumph 
Da ist der Pokal: Shara Hubrich, Anna Miggou, Jana Messerschmidt und Johanna Kneer (von links) nach dem grandiosen Triumph

Zum Abschluss des Tages herrschte im deutschen Lager noch einmal kollektiver Jubel: Soeben hatten die Kumite-Damen das Finale im Team-Wettbewerb gegen die Türkei mit 2:1 gewonnen. Nachdem Jana Messerschmidt für den perfekten Auftakt gesorgt und durch zwei Yukos mit 2:0 gewonnen hatte, hatte Johanna Kneer, die diesmal an Position zwei zum Einsatz gekommen war, mit dem 0:0 für eine gute Ausgangsbasis gesorgt - weil die Türkei im abschließenden Kampf einen Sieg mit mindestens drei Punkten Unterschied benötigt hätte, um Europameister zu werden. 

Doch Shara Hubrich, die nicht einmal eine Stunde zuvor ihr Einzelfinale bestritten hatte, hatte ein wahres Technik-Feuerwerk entfacht und ihre Gegnerin beim 10:4-Erfolg nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Für die DKV-Damen ist der Gewinn des EM-Titels der größte Erfolg in der jüngeren Geschichte - vor zwei Jahren hatten sie in Spanien noch die Bronzemedaille gewonnen.


Shara Hubrich (links) musste sich erst nach Kampfrichterentscheid geschlagen geben 
Shara Hubrich (links) musste sich erst nach Kampfrichterentscheid geschlagen geben

Der Kampf, den Shara Hubrich gegen ihre türkische Kontrahentin Serap Arapoglu Ozcelik im Finale der Gewichtsklasse -50 Kilogramm gezeigt hatte, hatte dem von Jana Messerschmidt am Mittag geähnelt: Die beiden Finalistinnen hatten sich belauert und auf den besten Moment für eine Aktion gewartet. Der einzige Unterschied: Diesmal musste der Pflichtentscheid her, da es nach drei Minuten 0:0 gestanden hatte. Und der fiel mit 4:1 zugunsten der Türkin aus. Trotz der Niederlage dürfte die Silbermedaille für Hubrich mehr als nur ein Trostpflaster sein.


Kassierte den entscheidenden Treffer sechs Sekunden vor dem Ende: Jana Messerschmidt (rechts) 
Kassierte den entscheidenden Treffer sechs Sekunden vor dem Ende: Jana Messerschmidt (rechts)

Es war eine unglückliche Final-Niederlage für Jana Messerschmidt in der Gewichtsklasse -55 Kilogramm: Zu Beginn hatten sich Messerschmidt und die Russin Anna Chernysheva abwartend gegenübergestanden. Auch im weiteren Verlauf war Vorsicht das oberste Gebot - und die beiden Video-Beweise, die von den beiden Coaches beantragt worden waren, hatten auch keinen Einfluss auf den Punktestand. 

Und als ein 0:0 immer wahrscheinlicher geworden war, kam Chernysheva mit einem Ippon durch - und entschied somit den Kampf mit 3:0 zu ihren Gunsten. Dennoch ist der Gewinn der Silbermedaille im Einzel für die 30-Jährige ein honoriger Abschluss. Am Abend besteht für sie und ihre drei Team-Kolleginnen im Team-Wettbewerb die erneute Chance auf Gold.

Bronze-Mann: Noah Bitsch 
Bronze-Mann: Noah Bitsch

Noah Bitsch hat in der Gewichtsklasse -75 Kilogramm gegen den Montenegriner Mario Hodzic eine taktisch formidable Leistung gezeigt und sich verdient mit 3:0 die Bronzemedaille gesichert. Bitsch war über die gesamte Kampfdauer sehr konzentriert und agierte dabei extrem clever und abwartend - um dann in den entscheidenden Momenten die Attacken zu platzieren.


Agierte forsch und wurde bei seiner ersten EM mit dem fünften Platz belohnt: Florian Haas (links) 
Agierte forsch und wurde bei seiner ersten EM mit dem fünften Platz belohnt: Florian Haas (links)

Mit einem Rückwärts-Salto hat der Grieche Christos Stefanos Xenos seinen  5:1-Erfolg über Florian Haas in der Gewichtsklasse -60 Kilogramm gefeiert. Dabei war Haas mutig und couragiert in den Kampf umd die Bronzemedaille gestartet und hatte bereits nach 13 Sekunden durch einen Yuko 1:0 in Führung gelegen. Doch mit zunehmender Dauer konnte Xenos seine Routine und Cleverness auf die Matte bringen. Zwar war Haas weiterhin offensiv unterwegs gewesen, doch der Grieche hatte, nachdem er mit 2:1 in Führung gegangen war, stets die Kontrolle behalten. Ein Ippon in der finalen Phase hatte den "Deckel" dann endgültig "draufgemacht". Somit steht für Haas unterm Strich ein fünfter Platz.


Anna Miggou (rechts) und Leila Heurtault im Angriffs-Modus 
Anna Miggou (rechts) und Leila Heurtault im Angriffs-Modus

In der Gewichtsklasse -61 Kilogramm hat Anna Miggou nach dem verlorenen Kampf um die Bronzemedaille im Gesamtklassement den fünften Platz belegt. Gegen die Französin Leila Heurtault, die bereits internationale Meriten vorweisen kann, hatte es eine 1:3-Niederlage gegeben. "Mit dem Resultat kann und wird Anna nicht zufrieden sein", bilanzierte Christian Grüner hernach. Bis Mitte des Kampfes hatte der DKV-Sportdirektor leichte Vorteile bei Miggou gesehen, doch mit dem ersten Gegenpunkt (Yuko) habe sie den Faden ein wenig verloren. Insgesamt wurde das Aufeinandertreffen zweimal unterbrochen, um Entscheidungen mittels des Video-Beweises zu überprüfen.

Medien-rückschau

Die bislang erfolgreichsten Titelkämpfe in der Geschichte des Deutschen Karate Verbandes (DKV) finden auch in den Medien ein großes Echo - und das nicht nur allein aufgrund der Tatsache, dass sich Jonathan Horne für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert hat. Auch regionalen Medien-Häusern ist das famose Abschneiden nicht verborgen geblieben. Hier finden Sie einen ersten Auszug.

Kata Einzel

Jüttner und Smorguner: beide auf Rang fünf

Für das Kata-Duo Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner sind die Träume von einer Medaille nicht in Erfüllung gegangen. Zunächst hatte sich Jüttner in der Nachmittag-Session ihrer Kontrahentin Veronika Miskova aus Tschechien geschlagen geben müssen, danach war der Schweizer Yuki Ujihara besser benotet worden als Ilja Smorguner. Beide Deutschen belegen somit im Gesamt-Klassement den fünften Rang.

Jüttner hatte mit ihrer Kata Suparinpei 25,06 Punkte erzielt, Miskova war jedoch mit der Kata Chibana No Kushanku auf 25,74 Punkte gekommen.

"Einen überzeugenden Auftritt", so Christian Grüner, hatte Ilja Smorguner abgeliefert. Doch sein Schweizer Kontrahent sei an diesem Tag einfach sehr stark gewesen - was die 25,6 Punkte, erzielt durch die Kata Ohan Dai, unterstreichen. Smorguners Kata Chatanyara Kushanku wurde von den Juroren mit 24,94 Punkten bewertet.

Dirk Kaiser

Jasmin Jüttner 
Jasmin Jüttner
Ilja Smorguner 
Ilja Smorguner

Para-Karate

Nina fell mit bronze dekoriert

Daumen hoch für eine tolle Vorstellung: Nina Fell 
Daumen hoch für eine tolle Vorstellung: Nina Fell

Nina Fell hat für die dritte DKV-Bronzemedaille im Para-Karate-Bereich gesorgt. In der Kategorie "Geistige Beeinträchtigung K 22" wurde Fell Dritte - und das nach einer fehlerfreien Kata, die sie zum ersten Mal gelaufen war.

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