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Der "steinige Weg" hat sich als der richtige herausgestellt

Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann erläutert die Gründe für das erfolgreiche EM-Abschneiden und hat das Paris-Quintett bereits benannt: Dieses besteht aus Jana Messerschmidt, Anna Miggou, Johanna Kneer, David Kuhn und Noah Bitsch. Ebenfalls in der französischen Metropole dabei sein werden Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner.

Der "steinige Weg" hat sich als der richtige herausgestellt

Am Strand von Porec nach erfolgreicher EM: der deutsche Tross

Thomas Nitschmann ist in den Tagen nach Porec ein gefragter Gesprächspartner. Eine Stuttgarter Zeitung habe ihn gerade angerufen, berichtet der Kumite-Bundestrainer gut gelaunt. Es besteht kein Zweifel: Die erfolgreichste Europameisterschaft in der Geschichte des Deutschen Karate Verbandes (DKV) ist auch den Medien nicht verborgen geblieben. Nicht nur, weil die DKV-Auswahl Platz zwei im Medaillenspiegel belegt hat (zweimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze), sondern weil sich Welt- und Europameister Jonathan Horne in Kroatien das Olympia-Ticket gesichert hat.

"Jonny war auf den Punkt top-fit", erklärt Nitschmann. "Und die Auslosung hat ihm zusätzlich in die Karten gespielt." Denn Horne hatte sich bereits in der Vorrunde mit seinem ärgsten Kontrahenten während des dreijährigen Qualifikations-Marathons auseinandersetzen müssen. Dass er den Georgier Gogita Arkania letztlich mit 8:0 dominieren würde, hatte selbst der Bundestrainer nicht für möglich gehalten. Gleichwohl habe er bei Arkania bereits nach einer Minute feststellen können, dass der 37-Jährige nicht in der Verfassung der vergangenen Wochen gewesen sei. Das habe Jonny eiskalt ausgenutzt.

Für das formidable Abschneiden seiner Kumite-Schützlinge insgesamt hat Nitschmann die "gute Vorbereitung und Planung" ausgemacht. "Im Juni vergangenen Jahres haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir angesichts der Pandemie-Lage bestmöglich trainieren können", so der Bundestrainer. Letztlich habe man sich dazu entschieden, den "steinigen Weg" zu gehen und einmal pro Monat einen einwöchigen Lehrgang mit Testung und unter Einhaltung der Hygiene-Regeln durchzuführen.

Hinzu gekommen seien die zahlreichen Vorbereitungs-Wettkämpfe und die Teilnahmen an Premier-League-Turnieren. Und nicht zuletzt hätten auch die Sportpsychologen "sehr gute Arbeit geleistet".

Hat sein Paris-Quintett bereits festgelegt: Thomas Nitschmann 
Hat sein Paris-Quintett bereits festgelegt: Thomas Nitschmann
 

Vor Paris (11. - 13. Juni) wird Nitschmann seine Schützlinge noch einmal in Duisburg versammeln, um diese auf die letzte Möglichkeit, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, optimal vorzubereiten. Da Horne in Tokio in der Gewichtsklasse +75 Kilogramm an den Start gehen wird, werden Noah Bitsch (-75 Kilogramm) und David Kuhn (-67 Kilogramm) für Paris gemeldet. Schließlich darf in der französischen Metropole, in denen in den olympischen Gewichtsklassen gekämpft wird, nur ein Athlet beziehungsweise eine Athletin je Nation an den Start gehen.

Pro olympischer Gewichtsklasse werden noch drei Startplätze vergeben

Johanna Kneer (+61 Kilogramm), Anna Miggou (-61 Kilogramm) und Jana Messerschmidt (-55 Kilogramm) bilden das Damen-Trio, das versuchen wird, einen der drei pro Gewichtsklasse zu vergebenden Plätze für Tokio zu erreichen. 

Für Jana Messerschmidt bietet sich somit erneut die Chance, doch noch im August (5. - 7.) an den olympischen Karate-Wettbewerben teilzunehmen. Die Direkt-Qualifikation hatte die 30-Jährige aufgrund der unglücklichen Final-Niederlage gegen die Russin Anna Chernysheva knapp verpasst. Vielleicht klappt es ja über den "Umweg" Paris... 

Gleiches gilt auch für die beiden Kata-Spezialisten Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner. Auch sie werden in der französischen Hauptstadt mit von der Partie sein - und sich möglicherweise ihren Traum erfüllen.

Dirk Kaiser

Der Bundestrainer über die Leistungen von ....

... Jana Messerschmidt: "Wenn Dir am Ende eines so langen Qualifikations-Zeitraums weniger als 100 Punkte zur Olympia-Teilnahme fehlen, dann ist das natürlich schade und ärgerlich. Aber Jana bekommt ihre zweite Chance."

... Shara Hubrich: "Aus dem Kampfverlauf hat sie keine Niederlage hinnehmen müssen. Und was sie gegenüber ihren Gegnerinnen gezeigt hat, die allesamt zwei Köpfe größer sind als Shara, dann kann man vor dieser Leistung nur den Hut ziehen. Die Silbermedaille ist absolut verdient."

... Anna Miggou: "Natürlich war die Enttäuschung nach der Niederlage gegen die favorisierte Ukrainerin groß - zumal Anna bis kurz vor Schluss 2:1 geführt hatte und dann eine 'Hollywood-Technik' hinnehmen musste. Aber das Gute ist: Wenn du verloren hast und bleibst trotzdem im Turnier, dann kannst du nur noch gewinnen. Und das hat sie, bis auf den Bronze-Kampf, auch getan. Im 'kleinen Finale' hätte ich mir ein bisschen mehr an Aktivität gewünscht. Aber das Ergebnis ist dennoch sehr respektabel."

... Johanna Kneer: "Sie ist eine Fighterin, die über großes Potenzial verfügt. Im Team-Wettbewerb hat sie ihre Power und ihre Nervenstärke unter Beweis gestellt und sich nicht von ihrem frühen Aus im Einzel irritieren lassen. Sie hat während des Turniers nur einen Fehler gemacht - und der war leider mit einem 'blöden Fuß' bestraft worden.

... Noah Bitsch: "Wenn er die EM-Performance auch in Paris abliefern kann, dann hat er eine realistische Chance, sich zu qualifizieren. Denn die stärksten Gegner haben das Tokio-Ticket bereits in der Tasche. Überragend waren vor allem Noahs super schnelle Techniken."

... Florian Haas": Bei ihm ist der Knoten geplatzt. Er weiß, dass er schnell und gut ist - und das hat er in der Vorrunde gezeigt, als er gegen richtig gute Gegner gewonnen hat."

... Konstantinos Papastergios: "Mich hat es gefreut, dass unser Youngster gegen den starken Polen so gut mitgehalten hat. Er hat reingehalten, aber auch gekontert. Das machst du nur, wenn du weißt, dass du dir sicher bist."

Aufgezeichnet von Dirk Kaiser

Die EM in den Medien

Im Blickpunkt: Jana Messerschmidts Silbermedaille, Noah Bitschs Chancen und die Premiere von Stanislav Littich.

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