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30. April 2026
Im Rahmen der Europameisterschaften 2003 in Bremen gewinnt das Kumite-Damen-Team in der Besetzung Kora Knühmann, Nadine Ziemer und Alexandra Witteborn erstmals EM-Gold.

Nachdem 1966 in Paris die erste Europameisterschaft ausgetragen worden war - damals noch unter der Federführung der European Karate Union (EKU) -, finden vom 20. bis 24. Mai in Frankfurt die nunmehr 61. kontinentalen Titelkämpfe statt.
Im Zeitraum von 1966 bis 2025 war Deutschland insgesamt dreimal EM-Gastgeber gewesen: 1970 in Hamburg, 1991 in Hannover und 2003 in Bremen. Nachdem die EKU bis 1992 als Veranstalter fungiert hatte, war dieser Status ab 1993 auf die European Karate Federation (EKF) übergegangen - und die hatte zehn Jahre später die EM in die Hansestadt vergeben.

"Genau dieser Titel hat uns noch gefehlt", war der damalige DKV- und heutige DKV-Ehren-Präsident Roland Hantzsche im offiziellen Magazin "Karate 3/2003" zitiert worden. Und Bundestrainer Toni Dietl hatte zu Protokoll gegeben: "Ich kanns garnet glaube. Das isch der Wahnsinn!"
Der Grund für die euphorischen Aussagen war ein relativ simpler, wenngleich bedeutender gewesen: Erstmals in der EM-Historie war es einem deutschen Kumite-Damen-Team gelungen, den EM-Thron zu erklimmen. Zu "verantworten" gehabt hatten das Kora Knühmann, Nadine Ziemer und Alexandra Witteborn.
Wie stark dieses Team gewesen war, hatte sich bereits in den Einzel-Wettbewerben herauskristallisiert: So war Alexandra Witteborn (-60 Kilogramm), die drei Jahre zuvor in München Weltmeisterin geworden war und 2002 in Madrid WM-Bronze gewonnen hatte, nicht zu bezwingen gewesen und hatte Gold geholt.
Silber hatte es zudem für Nadine Ziemer in der "Allkategorie" gegeben; Kora Knühmann (-53 Kilogramm) hatte sich über bronzefarbenes Edelmetall gefreut.

Mit dem ehemaligen DKV-Sportdirektor Christian Grüner und Aiko Thedinga waren zwei weitere Kumite-Asse mit Bronze bedacht worden. Grüner in der Gewichtsklasse -65 Kilogramm, Thedinga in der Gewichtsklasse +80 Kilogramm. Für den vierten dritten Platz hatte Marie Niino im Kata-Einzel-Wettbewerb verantwortlich gezeichnet.

Tim Milner (-80 Kilogramm) und Köksal Cakir (-75 Kilogramm), die aktuell zum Bundestrainer-Stab von Noah Bitsch gehören, waren ohne Edelmetall geblieben - wobei Milner als Fünfter die Medaille nur um Haaresbreite verpasst hatte.
Mit insgesamt sieben Mal Edelmetall hatte Deutschland im Medaillen-Ranking hinter Spanien und Frankreich den dritten Platz belegt.
Dirk Kaiser