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29. Oktober 2020

Tegla Loroupe und Wolfgang Weigert initiieren Hallenbau

War beim Spatenstich vor Ort: Tegla Loroupe (Dritte von links)

Ließ es sich nicht nehmen, beim Spatenstich für die neue Karatehalle vor Ort zu sein: Tegla Loroupe (Dritte von links)

Sie war eine der herausragenden Sportlerinnen ihres Landes: Tegla Loroupe. In ihrer aktiven Zeit war die heute 47-Jährige dreimalige Weltmeisterin im Halbmarathon (1997 bis 1999), gewann mehrere international renommierte Städte-Marathons, darunter New York, London und Berlin, und stellte auf der längsten Lauf-Distanz in der Leichtathletik gleich zwei Weltbestleistungen auf.

Indes: In Kenia, ihrem Heimatland, genießt Tegla Loroupe nicht nur wegen ihrer sportlichen Meriten höchstes Ansehen. Vielmehr ist es ihr soziales und gesellschaftliches Engagement, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Flüchtlinge, das ihr den Respekt von Politik und Sport entgegenbringt – national wie international.

Einrichtung soll Perspektiven ermöglichen und Zusammenhalt fördern

So hat Tegla Loroupe – mit Unterstützung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinen Nationen (UNHCR) und des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) – in Nairobi sowohl eine Einrichtung für Waisenkinder als auch für Flüchtlinge errichtet: Um den bedürftigen, benachteiligten und teilweise isolierten Personen beziehungsweise Personen-Gruppen eine Perspektive zu ermöglichen und den Zusammenhalt zu fördern.

Da der Sport im Leben von Tegla Loroupe, die aufgrund ihres sozialen Engagements in diesem Bereich zur UNHCR-Botschafterin ernannt wurde und darüber hinaus bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) als "Chef de Mission" des IOC-Refugee-Teams fungiert hatte, nach wie vor einen besonderen Stellenwert besitzt, entsteht demnächst in Nairobi eine Karatehalle. Der Spatenstich dazu ist bereits erfolgt.

So soll die Karatehalle von außen aussehen
So soll die Karatehalle von außen aussehen
So soll das Innere des Gebäudes aussehen
So soll das Innere des Gebäudes aussehen

Finanzielle Mittel im fünfstelligen Bereich werden zum Start zur Verfügung gestellt

Gefördert wird das Projekt durch finanzielle Mittel vom Deutschen Karate Verband (DKV), dem Bayrischen Karate Bund (BKB) und von der C&E Bildung und Sport gGmbH, die sich über Spenden finanziert. Mitglieder der Stiftung sind unter anderem der Integrations-Botschafter des DKV, Prof. Dr. Ernes Erko Kalac, und als deren Geschäftsführerin Prof. h.c. Claudia Bokel – die Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes und ehemaliges IOC-Mitglied.

Für die sachgerechte Verwendung der Zuschüsse und der Überprüfung anhand von Rechnungen zeichnet die C&E Bildung und Sport gGmbH verantwortlich. Zudem kann die Stiftung auch Spendenquittungen ausstellen.

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint – Kenia ist schließlich ein Land der Läufer und somit der Leichtathletik –, liegt in der Karate-Leidenschaft von Tegla Loroupe begründet: 2016 war das persönliche NOK-Mitglied von Kenia erstmals mit der Sportart in Kontakt gekommen – bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Linz. 

Seitdem hält die Athletenbotschafterin der Entwicklungshilfe-Organisation "Right to Play" stetigen Kontakt zum Vizepräsidenten der World Karate Federation (WKF), Wolfgang Weigert, und outet sich als bekennende Karate-Anhängerin. So wurde von beiden Protagonisten die Idee eines Karate-Engagements in Kenia bis hin zur Umsetzung entwickelt.

Wolfgang Weigert
Wolfgang Weigert

"Setzen mit unserer Beteiligung ein starkes Signal – national wie international"

Mit dem Bau der Karatehalle möchte Loroupe nicht nur den wichtigen sportlichen Aspekt betonen, sondern dazu beitragen, dass den Kindern und Flüchtlingen über die Sportart Werte wie "Respekt", "Hilfsbereitschaft", "Höflichkeit", "Ehrlichkeit", "Mut" und "Bescheidenheit" vermittelt werden.

Der Präsident des DKV und des BKB, Wolfgang Weigert (kleines Foto), ist davon überzeugt, "dass wir mit unserer Beteiligung an diesem Projekt ein starkes Signal setzen – sowohl im deutschen als auch im internationalen Sport". Und weiter: Mit der Errichtung und dem Betrieb dieser Halle seien der DKV, der BKB und die Stiftung Partner des UNHCR und des IOC im Sinne der Flüchtlings-Unterstützung und der Sportausbildung in Kenia.

Nach Fertigstellung der Halle wird ein in Nairobi ansässiger Schüler von Jamal Measara (9. DAN, oberster Prüfer des Shorin-Ryu-Verbandes Deutschland) die Karate-Ausbildung übernehmen. "Dadurch wird ein fachspezifisches Training gewährleistet", so Wolfgang Weigert. Zudem erhalte man einen regelmäßigen Report über die Aktivitäten und Fortschritte in diesem Bereich.

Dirk Kaiser