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22. März 2023

Ab in den deutschen Block und Freude über die Unterstützung: Johanna Kneer (rechts)
Am kommenden Samstag, zur High-Noon-Zeit um 12.00 Uhr, geht es für Johanna Kneer in der Kumite-Gewichtsklasse +68 Kilogramm um den Gewinn des Europameistertitels. Nach vier gewonnenen Kämpfen trifft die Deutsche auf Farida Aliyeva aus Aserbaidschan (Nummer 90 der Weltrangliste). Unabhängig davon, ob es Gold oder Silber wird, hat sich Kneer mit der Final-Teilnahme das Ticket für die "European Games" in Krakau gesichert. Darüber hinaus wird sie in der Weltrangliste einen gehörigen Sprung nach vorne machen. Derzeit ist die Deutsche Meisterin auf Platz 42 gelistet.
Revanche gegen Gulbahar Gozutok geglückt
Ebenfalls ein Finale bestreitet Reem Khamis - und zwar das in der Gewichtsklasse -61 Kilogramm. Gegnerin am Samstag um 12.40 Uhr ist dann Anita Serogina. Die Ukrainerin führt derzeit die Weltrangliste an, Khamis ist fünf Plätz hinter der Favoritin positioniert. Wie Kneer hat auch die 20-jährige Deutsche ihren Startplatz bei den "European Games" sicher.
"Ich kann es tatsächlich noch nicht ganz in Worte fassen! Es war ein unglaublich schönes Gefühl, im Halbfinale gegen meine Final-Gegnerin von der WM in Konya zu gewinnen und mir selber zu bestätigen, dass der Weltmeistertitel so greifbar war. Das war jedoch erst die Vorstufe zu den nächsten Tagen, wo wir hoffentlich mit dem Team etwas reißen können und der Finalkampf am Samstag vollbracht ist", war Khamis die Freude über den Coup deutlich anzumerken.
Dramatisches Halbfinale gegen Nancy Garcia nach 0:3-Rückstand gedreht
Auch Johanna Kneer hatte nach ihrem Wettkampf deutlich mehr Endorphine im Körper als gewöhnlich: "Ich bin überglücklich und freue mich auf das Finale am Samstag." Sie habe während der vier Kämpfe nie aufgehört, an sich zu glauben. Das galt insbesondere für das Halbfinale, in dem sie bereits mit 0:3 zurücklag. Doch mit einer famosen Aufholjagd war es ihr gelungen, der Französin Nancy Garcia den schon sicher geglaubten Final-Einzug noch streitig zu machen. Kneer: "Ich habe versucht, fokussiert zu bleiben und Punkt für Punkt aufzuholen. Das Anfeuern des gesamten Teams hat mich noch zusätzlich gepusht. Heute hat alles gepasst - und dieses Gefühl ist einfach schön."
Sekots forsches EM-Debüt bleibt unbelohnt
Einen frechen Auftritt bei seiner Europameisterschafts-Premiere hat Nikolai Sekot hingelegt. Obwohl der 18-Jährige sein Auftakt-Duell in der Gewichtsklasse +84 Kilogramm gegen Mathaios Styliaou (Zypern) mit 4:6 verlor, hatte sich Sekot forsch und offensiv präsentiert.
Ebenfalls nur einen Kampf zu bestreiten hatten Madeleine Schröter in der Gewichtsklasse -68 Kilogramm, Janne Haubold in der Gewichtsklasse -84 Kilogramm und Philipp Walger in der Gewichtsklasse -75 Kilogramm. Während sich Schröter der Kroatin Sadea Becirovic mit 0:2 geschlagen geben musste, reichte Haubolds 3:3 gegen Jachym Tinavsky aus Tschechien nicht zum Weiterkommen. Mit 1:3 war Walger dem Dänen Lucas Busk-Matthiasen unterlegen gewesen.
Dirk Kaiser





Aus der Traum vom Finale - aus der Traum von einer Medaille. Stattdessen Rang sieben. Jasmin Jüttner, die im vergangenen Jahr noch mit Edelmetall (Bronze) aus Gaziantep (Türkei) zurückgekehrt war, dürfte die diesjährigen Europameisterschaften im spanischen Guadalajara in nicht allzu guter Erinnerung behalten. War zum Auftakt des Kata-Wettbewerbs noch alles nach Plan verlaufen (Jüttner hatte Rang zwei hinter der späteren Finalistin Paola Garcia Lozano aus Spanien belegt), so reichte es in der zweiten Runde "nur" zu Rang vier hinter Lozano, Terryana D'Onofrio (Italien) und Ana Cruz (Portugal).
Und mit diesem Trio hatte es die deutsche Nummer eins auch in der Runde der letzten Acht in ihrem Pool zu tun bekommen. Da Jüttner als Erste auf die Tatami musste, hätte sie schon eine außergewöhnliche Performance abliefern müssen, um die Judges zu hohen Bewertungen zu bewegen. Doch da diese ausgeblieben waren und die Konkurrentinnen besser abgeschnitten hatten, war der Wettkampf für Jüttner beendet.
Auch für Ilja Smorguner endeten die Titelkämpfe früher als erwartet. Nachdem der 37-Jährige die erste Runde hinter dem spanischen Top-Favoriten auf die Goldmedaille, Damian Hugo Quintero Capdevila, auf Rang zwei beendet hatte, war er in der zweiten Runde nicht über Rang acht in seinem Pool hinausgekommen.
Dirk Kaiser
Jasmin Jüttner (Kata)
1. Runde: 41,2 Punkte (Gojushiho Dai) - 2. Platz
2. Runde: 39,7 Punkte (Unsu) - 4. Platz
3. Runde: 40,9 Punkte (Sansai) - 4. Platz
Ilja Smorguner (Kata)
1. Runde: 39,4 Punkte (Anan Dai) - 2. Platz
2. Runde: 38,5 Punkte (Suparinpei) - 8. Platz
Johanna Kneer (+68 Kilogramm)
1. Runde: 2:2 gegen Theodosia Giamouki (Zypern)
2. Runde: 1:0 Akyol Meltem Hocaoglu (Türkei)
3. Runde: 5:1 gegen Ingrid Creemers (Niederlande)
Halbfinale: 4:3 gegen Nancy Garcia (Frankreich)
Finale: Farida Aliyeva (Aserbaidschan) konnte aus Verletzungs-Gründen nicht antreten.
Nikolai Sekot (+84 Kilogramm)
1. Runde: 4:6 gegen Mathaios Stylianou (Zypern)
Madeleine Schröter (-68 Kilogramm)
1. Runde: 0:2 gegen Sadea Becirovic (Kroatien)
Janne Haubold (-84 Kilogramm)
1. Runde: 3:3 gegen Jachym Tinavsky (Tschechien)
Reem Khamis (-61 Kilogramm)
1. Runde: 5:1 gegen Weronika Mikulska (Polen)
2. Runde: 2:0 gegen Lucia Battaia (Kroatien)
3. Runde: 3:2 gegen Anna-Johanna Nilsson (Schweden)
Halbfinale: 3:0 gegen Gulbahar Gozutok (Türkei)
Finale: 2:1 gegen Anita Serogina (Ukraine)
Philipp Walger (-75 Kilogramm)
1. Runde: 1:3 gegen Lucas Busk-Matthiasen (Dänemark)
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