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25. Januar 2026
Für die 28-Jährige ist der zweite Platz von Istanbul das bislang beste Abschneiden auf der Premier-League-Tour. Madeleine Schröter zum zweiten Mal nach 2025 als Drittplatzierte auf dem Podium. Nikolai Sekot wird Fünfter. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahres-Auftakt."

Nachdem Shara Hubrich 2025 in Rabat und 2022 in Fujairah jeweils mit Bronze bedacht worden war, hat sie in Istanbul ihr bislang bestes Resultat auf der Premier-League-Tour erzielt und sich nach der 1:3-Final-Niederlage gegen den schwedischen Shooting-Star Agnes Nyman mit der Silbermedaille belohnt.
Die 18-jährige Skandinavierin hatte ihre zehn Jahre ältere Kontrahentin früh überrascht und war nach 13 Sekunden mit 2:0 in Führung gegangen. Zwar hatte Hubrich bei noch 66 Sekunden auf der digitalen Anzeigetafel auf 1:2 verkürzt, "allerdings war sie auch in der Folgezeit nicht so in den Flow gekommen, wie man es von ihr gewohnt ist", wie DKV-Sportdirektor Martin Weber bilanzierte.

Grund dafür, so Weber weiter, sei eine starke Erkältung gewesen, die sie doch sehr stark eingeschränkt habe. Am Samstag habe sie fast gar keine Stimme mehr gehabt. Dass du unter diesen Umständen keine Top-Leistung auf die Matte bringen kannst, sei nachvollziehbar gewesen.
"Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahres-Auftakt. Angesichts der Tatsache, dass einige Athletinnen und Athleten angeschlagen waren, geben uns die Resultate Schwung mit Blick auf die EM in Frankfurt. Sicherlich wäre hier und da mehr möglich gewesen. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass man mitunter das nötige Quäntchen Glück benötigt."
Das war eine von Beginn bis zum Ende exzellente Vorstellung gewesen, die Madeleine Schröter im "kleinen Finale" abgeliefert hatte: Nach der relativ "frühen" Führung (nach 46 Sekunden) hatte die 25-Jährige den Kampf gegen Eda Eltemur (Türkei) jederzeit kontrolliert und den Vorsprung sukzessive ausgebaut.
Spätestens nach dem 4:0 eine halbe Minute vor Schluss hatte es keinen Zweifel mehr daran gegeben, dass die Thüringern zum zweiten Mal nach 2025 - damals hatte sie in Kairo den dritten Platz belegt - als Drittplatzierte an einer Premier-League-Siegerehrung teilnehmen würde.
"Sie war taktisch sehr gut aufgestellt und wusste jederzeit, wie sie sich stellen musste. Kurzum: Sie hatte die richtige Strategie gewählt", so Martin Weber.

Einen Schreck-Moment hatte Schröter dennoch überstehen müssen, als sie elf Sekunden vor dem Ende am Knie mit Eis behandelt werden musste. Ausschlaggebend dafür gewesen war ein Fege- beziehungsweise Wurf-Versuch ihrer Gegnerin, der zu einer Verdrehung des Schröter'schen Knies geführt hatte.
Das habe im ersten Moment nicht gut ausgesehen, berichtete der Sportdirektor. Umso bemerkenswerter sei es gewesen, dass Madeleine die letzten Sekunden noch durchgehalten habe. "Dafür und für ihre mentale Stärke, bis zum Schluss durchzuhalten, gebührt ihr Respekt."
Nach der Rückkehr nach Deutschland wird das medizinische Personal Untersuchungen durchführen, um festzustellen, inwieweit das Knie möglicherweise doch stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde.
In der dritten und letzten Medaillen-Entscheidung mit deutscher Beteiligung hatte es zunächst danach ausgesehen, als sollte Nikolai Sekot ebenfalls aufs Podium gelangen. Schließlich hatte der 21-Jährige im Bronze-Duell gegen Ahmed Elmasry früh mit 2:0 in Führung gelegen.
Allerdings hatte sich der Ägypter durch diesen Umstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und mit der ersten von insgesamt zwei Ippon-Wertungen rund eine Minute vor dem Ende auf 3:2 gestellt.
Mit der zweiten Wertung dieser Art hatte er dann für das Endergebnis (6:2) und den damit verbundenen fünften Platz für Sekot gesorgt.
Dirk Kaiser
