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12. April 2026

Hubrich zum zweiten Mal auf dem Podium

Beim 4:2-Erfolg über Ema Sgardelli zeigt die 28-Jährige von Beginn an, wer im Bronze-Duell die Tatami als Siegerin verlassen wird. Rita Siebert erzielt in Leshan mit "Nervenstärke, Athletik und Präsenz" ihr bestes Premier-League-Ergebnis. Selina Stamer starke Fünfte.

DKV-Leistungssport-Referent Thomas Nitschmann, Shara Hubrich und Kumite-Bundestrainer Noah Bitsch (von links)
DKV-Leistungssport-Referent Thomas Nitschmann, Shara Hubrich und Kumite-Bundestrainer Noah Bitsch (von links)

Shara Hubrich entwickelt sich auf der diesjährigen Premier-League-Tour zur Medaillen-Sammlerin! Nachdem die 28-Jährige in Istanbul, der ersten von insgesamt vier Stationen, die Silbermedaille gewonnen hatte, war es in Leshan die Bronzemedaille gewesen, mit der Hubrich bei der Siegerehrung bedacht worden war. Zuvor hatte Hubrich Ema Sgardelli im "kleinen Finale" mit 4:2 besiegt. 

Bereits in Istanbul hatte sich DKV-Athletin gegen die Kroatin durchgesetzt. Das 3:0 im Halbfinale war der dritte von vier Erfolgen gegen Sgardelli seit 2024 gewesen. In Paris (Premier-League-Vorrunde) hatte es 2024 5:4 geheißen, in Salzburg (Serie-A-Finale) hatte es im selben Jahr ein 1:0 gegeben. Lediglich bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr in Jerewan (Armenien) hatte Hubrich beim 0:0 in der zweiten Runde das Nachsehen gehabt.

Das "Team Leshan"
Das "Team Leshan"

"Die Körpersprache war eindeutig"

"Man konnte von der ersten Sekunde an sehen, wer diesen Kampf gewinnen wird. Die Körpersprache von Shara war eindeutig", hatte das Fazit von DKV-Leistungssport-Referent Thomas Nitschmann gelautet. "Sie hat verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollte."

Da Hubrich der Kroatin ständig die Distanz genommen und diese zudem zu Fehlern gezwungen hatte, war Hubrich mit 2:0 in Führung gegangen. Mit einem Mawashi Chudan gegen Ende des Kampfes hatte Hubrich ihre Gegnerin dermaßen unter Druck gesetzt, dass diese aggressiver und unsauberer geworden sei, hatte Nitschmann bilanziert. Die Folge war eine Disqualifikation Sgardellis gewesen. 

Allerdings hätte Hubrich auch ohne Disqualifikation ihrer Gegnerin, so die Einschätzung des Leistungssport-Referenten, den Kampf zu ihren Gunsten entschieden.

Es geht weiter nach oben

Selina Stamer

Nachdem Selina Stamer gestern der Weltranglisten-Besten Sofya Berlutseva (Kasachstan) im Viertelfinale alles abverlangt hatte, wollte es am Finaltag, im Duell um Bronze, nicht so recht laufen: 0:8 hatte es aus Stamer-Sicht gegen die Ukrainerin Dariia Bulay, die in der Weltrangliste an Position zehn geführt wird, geheißen. 

Indes: Mit dem fünften Platz dürfte die Sächsin, die sich in der Weltrangliste um einige Plätze verbessern wird (derzeit Rang 40), ziemlich zufrieden gewesen sein.

Karate One Premier League: Logo auf rotem Hintergrund

Fünfter Platz und "internationale Perspektive"

Es war das beste Resultat, das Rita Siebert auf der Premier-League-Tour erzielt hatte. Nach "souveränen Leistungen in ihrem Vorrunden-Pool", so die Bundes-Assistenz-Trainerin für den Kata-Bereich, Christine Heinrich, einer erwartbaren Viertelfinal-Niederlage gegen die derzeit Weltbeste und Gewinnerin von Leshan, Grace Lau Mo Sheung (Hongkong), hatte die deutsche Vizemeisterin ihren ersten Premier-League-Medaillen-Kampf erreicht.

Zwar war das Duell um Bronze gegen Kiri Mishima aus Japan trotz einer starken Vorstellung mit 0:7 verloren gegangen. Allerdings hatte Christine Heinrich ihrem Schützling in den Tagen von Leshan "Nervenstärke, Athletik und eine Präsenz auf der Tatami" attestiert, die ihr eine "internationale Perspektive" aufzeige.

Jasmin Bleul, Rita Siebert und Bundes-Assistenz-Trainerin Christine Heinrich
Jasmin Bleul, Rita Siebert und Bundes-Assistenz-Trainerin Christine Heinrich

"Letzter EM-Formcheck" stimmt optimistisch

Für die zweite deutsche Starterin, Jasmin Bleul, war es im Hinblick auf die Heim-Europameisterschaften in Frankfurt "ein letzter Formcheck" (Heinrich) gewesen, der trotz der Vorrunden-Niederlage gegen die Weltranglisten-Zweite Maho Ono optimistisch stimmt - weil sie sich gegen die Japanerin "athletisch, selbstbewusst und routiniert" gezeigt habe, so Heinrich.

Zuvor hatte sich Jasmin Bleul gegen die Österreicherin Tamara Lehner souverän behauptet und für ihre Leistung ein 7:0 erhalten.

Dirk Kaiser

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