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02. Juli 2026
Youth League in Porec - U18: Arwen Konradi ebenfalls in den "Top Ten". Kata-Bundestrainer Efthimios Karamitsos zeigt sich zufrieden, gibt jedoch zu bedenken, dass "mehr investiert werden muss".

Zwei Kumite-Medaillen im U18-Bereich hatte es aus deutscher Sicht am ersten Tag des Youth-League-Events in Porec gegeben: Zwar waren dafür nicht die über den DKV gemeldeten Talente verantwortlich gewesen, sondern zwei Landeskader-Athleten aus Bayern (BKB) und Baden-Württemberg (KVBW).
Ihre Namen: Mykhailo Shumovych, Deutscher Meister 2025 in der Gewichtsklasse -76 Kilogramm, und Artem Parkhomenko, DM-Fünfter des vergangenen Jahres in der Gewichtsklasse +76 Kilogramm.
"Mykhailo hatte sechs anstrengende Kämpfe und dabei unter anderem in seinem ersten Kampf den Finalisten des vergangenen Jahres aus Portugal, Valentim Jeronimo, geschlagen.
Die 0:2-Niederlage gegen den späteren Sieger aus der Ukraine, Savelii Ilchuk, war die einzige, die er an diesem Tag hinnehmen musste.
Mit seiner technischen Vielfalt und seiner Art, die Kämpfe zu bestreiten, hatte er es zudem geschafft, auch das Publikum hinter sich zu bringen."
Tim Milner

Beide Youngster hatten sich nach ihren Vorrunden-Niederlagen in der Trostrunde in einer top Verfassung präsentiert und verdient die Bronzemedaille gewonnen. Shumovych, der aufgrund des Erreichens der Alters-Grenze seine letzte Youth League bestritt und künftig an den Serie-A-Turnieren teilnehmen wird, hatte sich mit 11:1 gegen Peter Golez durchgesetzt.
Parkhomenko wiederum hatte sich mit 6:3 gegen Vuk Vucinic aus Montenegro schadlos gehalten. Für das KVBW-"Schwergewicht" war der Sieg im Duell um Bronze der vierte Trostrunden-Triumph in Folge gewesen.
Für das dritte "Top-Ten"-Ergebnis an diesem Tag war Arwen Konradi (Thüringer Karate-Verband) verantwortlich gewesen: Die deutsche U16-Meisterin von 2025 war nach dem 0:0 in der Trostrunde gegen die Slowakin Nina Dudakovic auf dem neunten Rang in der Gewichtsklasse +66 Kilogramm notiert worden.
Auch Ceylin-Nida Gündüz (Landeskader Baden-Württemberg / -66 Kilogramm) und Miley Schindler, die beide bis ins Viertelfinale gelangt waren, hatten starken Wettkämpfe abgeliefert.
Sie habe clever gekämpft, sich gut bewegt und die Schwächen der Gegnerinnen ausgenutzt, so die Bilanz von KVBW-Sportwart Svjatoslav Prokop zum Auftreten von Ceylin-Nida Gündüz.

Nur eine Runde mehr hätte Tamara Libik überstehen müssen, um in die Trostrunde einzuziehen - weil es die deutsche U18-Meisterin im Kata-Einzel-Wettbewerb dann mit der U18-Europameisterin Rita Marques (Portugal) zu tun bekommen hätte.
Die wiederum hatte es ob ihrer Klasse erneut ins Finale einer solchen Veranstaltung geschafft hatte. Doch Libik war in der vierten Runde mit 1:4 an Karolina Kisskova aus der Slowakei gescheitert.
"Trotzdem muss im Nachwuchs sowohl im technischen als auch im athletischen Bereich mehr investiert werden."
Efthimios Karamitsos

Ebenfalls bis in die vierte Runde gekommen war Daria Gruber (Landesverband Brandenburg). Die Vizemeisterin des vergangenen Jahres in der U16-Altersklasse hatte sich Emma Naglein aus Italien mit 1:4 geschlagen geben müssen.
Bester Kata-Athlet war der DM-Dritte von 2025, Lio Jorde-Nakamatsu, der bis in die dritte Runde gekommen war.
Obwohl sich Bundestrainer Efthimios Karamitsos für seine Schützlinge noch weitere Katas gewünscht hätte, sei er mit den Leistungen zufrieden gewesen, und ja, Tamara Libik hätte eine weitere Runde verdient gehabt.
Dirk Kaiser
KATA
Tamara Libik
1. Runde: Freilos
2. Runde: 5:0 gegen Nika Afendikova (Ukraine)
3. Runde: 5:0 gegen Anastasia Breser (Luxemburg)
4. Runde: 1:4 gegen Karolina Kisskova (Slowakei)
Haruaki Kuniyasu
1. Runde: 5:0 gegen Leonidas Perdikomatis (Griechenland)
2. Runde: 0:5 gegen Emanuel Malinescu (Rumänien)
Lio Jorde-Nakamatsu
1. Runde: 5:0 gegen Oliver Russell (England)
2. Runde: 5:0 gegen Ioan Beards (Wales)
3. Runde: 1:4 gegen David Gendes (Slowakei)


Porec - an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien gelegen - ist in diesen Tagen, an denen die Temperaturen zumeist über 30 Grad gelegen haben (und zum Teil noch liegen), ebenfalls ein Hitze-Hotspot. Einen Tag vor Beginn der Youth League in der U18-Altersklasse wurden bereits um 11.00 Uhr 37 Grad gemessen.
Grund genug für den DKV-Nachwuchs, schattige Plätze aufzusuchen und unter Bäumen den Ausführungen von Sportpsychologe Hendrik Christen zu folgen. Zudem wurde das Training nach draußen verlegt - vor die Arena, die zumindest eine gewisse Zeit lang Schatten spendete.
In solchen Ausnahme-Situationen sind kreative Lösungen gefragt.
Dirk Kaiser
KUMITE
Lilli Gallert (-66 Kilogramm)
1. Runde Freilos
2. Runde: 0:2 gegen Paula Panic (Kroatien)
Miley Schindler (+68 Kilogramm)
1. Runde: Freilos
2. Runde: 3:0 gegen Maia Ewing (Schottland)
3. Runde: 5:2 gegen Aida Elgozali (Ungarn)
Viertelfinale: 1:4 gegen Dominika Sucha (Tschechien)
Marius Müller (-76 Kilogramm)
1. Runde: Freilos
2. Runde: 2:7 gegen Nikola Birac (Kroatien)
Julian Raaz (-76 Kilogramm)
1. Runde: Freilos
2. Runde: 1:0 gegen Yehor Zhyliuk (Ukraine)
3. Runde: 1:3 gegen Peter Golez (Slowenien)
Phil Kurz (+76 Kilogramm)
1. Runde: 5:0 gegen Daniil Rutenko (Ukraine)
2. Runde: 0:3 gegen Sameer Hasib (England)