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Das Kollektiv als Ausgangspunkt für historisch gutes Abschneiden

Bemerkenswerte Ergebnisse sorgen hierzulande für einen Aufmerksamkeitsschub und international für ein weiteres Mehr an Renommee.

Das Kollektiv als Ausgangspunkt für historisch gutes Abschneiden

Die drei Tage von Paris dürften den Verantwortlichen vom Deutschen Karate Verband (DKV) nachhaltig in Erinnerung bleiben. Einerseits, weil sich Jasmin Jüttner und Noah Bitsch in einem hochklassigen Feld von Olympia-Kandidaten und -Kandidatinnen in einem Wettkampf-Marathon behauptet haben - und dafür mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen belohnt werden. Andererseits, weil auch die anderen deutschen Team-Mitglieder, die teilweise nur sehr knapp und äußerst unglücklich gescheitert sind, dafür gesorgt haben, dass die Sportart hierzulande einen Aufmerksamkeitsschub erfahren und der DKV im internationalen Vergleich weiteres Renommee gewonnen hat.

Ausgangspunkt der "Erfolgs-Welle" waren die Europameisterschaften im kroatischen Porec, die nicht nur die erfolgreichsten in der Historie des Verbandes waren, sondern mit Welt- und Europameister Jonathan Horne den ersten deutschen Olympioniken hervorgebracht haben. Mit Horne, Bitsch und Jüttner entsendet der DKV nun ein Trio nach Tokio - wer hätte das prognostizieren wollen... Hinzu kommt der in Deutschland lebende syrische Flüchtling Wael Shueb, der für das IOC-Refugee-Team nominiert wurde.

"Steil nach oben zeigende Leistungskurve ein Verdienst aller"

Eine nominelle Ausbeute, die Anfang des Jahres noch nicht absehbar gewesen war und die angesichts von lediglich 82 Olympia-Karatekas (in den Disziplinen Kata und Kumite) höchste Anerkennung verdient. Für DKV-Präsident Wolfgang Weigert ist die "steil nach oben zeigende Leistungskurve" ein Verdienst aller, die zu diesem "großartigen Ergebnis" beigetragen haben. Angefangen bei den Athleten und Athletinnen selbst, über die Bundestrainer und ihre Assistenten und Assistentinnen, den Sportdirektor bis hin zur medizinischen, sportpsychologischen und physiotherapeutischen Abteilung. Und "last, but not least": die Heim-Trainer und -Trainierinnen, die das Fundament für diese Entwicklung bereitet hätten.

In einem Dankschreiben an alle Beteiligten hatte Wolfgang Weigert am Ende appelliert, diese Euphorie nach Tokio zu tragen - unter dem Motto: "Wir alle sind jetzt Olympia". Diese Euphorie dürfte anhalten, denn bis zum 5. August, dem Tag des Starts der olympischen Karate-Wettbewerbe, ist es nicht mehr lang. Und ab dann bietet sich erneut die Gelegenheit, Geschichte zu schreiben.

Dirk Kaiser

"Die schlimmsten minuten meines lebens"

Jasmin Jüttner über den größten sportlichen erfolg ihrer karriere

Auch fünf Tage nach dem sportlich größten Erfolg in ihrer bisherigen Laufbahn tut sich Jasmin Jüttner schwer damit, die Realität als solche anzuerkennen. "Ich schlafe immer noch schlecht, wache morgens nervös auf und denke, dass ich alles nur geträumt habe", berichtet die 28-Jährige. Um sicher zu gehen, dass sie sich nicht in einer Parallel-Welt befindet, sagt sie sich immer wieder "Ich habe es geschafft, ich habe es geschafft".

Jasmin Jüttner hat es geschafft - sie nimmt an den Olympischen Spielen in Tokio teil! Am bedeutendsten Sportereignis der Welt. Allerdings hatte Jüttner, die in Wiesbaden lebt und für den SC Judokan Frankfurt startet, in Paris beim letzten Olympia-Qualifikations-Turnier "die schlimmsten Minuten meines Lebens" zu meistern. 

Das Duell, das die Entscheidung herbeiführen musste: Jasmin Jüttner und die Iranerin Fatemeh Dastak Sadeghi  
Das Duell, das die Entscheidung herbeiführen musste: Jasmin Jüttner und die Iranerin Fatemeh Dastak Sadeghi

Nachdem sie sich dank einer "grandiosen Vorrunde, in der es richtig gut für mich gelaufen war", für die Endrunde der besten vier Kata-Spezialistinnen qualifiziert hatte, wurde es für Jüttner zu einer Zitterpartie und einer Nervenschlacht. Denn gleich im ersten von drei Duellen hatte die Deutsche weniger Punkte als die Französin Alexandra Feracci erhalten. Somit stand Jüttner gegen die Iranerin Fatemek Dastak Sadegh bereits unter Druck. Das sei eine "Alles-oder-nichts"-Situation gewesen, lässt Jüttner die Momente im Stade Pierre de Coubertin Revue passieren. Am Ende setzt sich Jüttner knapp gegen Sadeghi durch - und ist somit wieder im Rennen um einen der drei begehrten Olympia-Plätze.

Wechselbad der Gefühle: erst Schwindel und Übelkeit - dann Freude pur

Dass Sadeghi ihren finalen Auftritt gegen Feracci vor Jüttner absolvieren muss, kommt der gebürtigen Aschaffenburgerin entgegen. Denn: Gewinnt die Französin dieses Match, ist Jüttner in Tokio dabei. "Ich konnte das Aufeinandertreffen überhaupt nicht verfolgen, weil die Kampfrichter und Kampfrichterinnen vor mir gestanden haben. Also bin ich rumgelaufen und habe gewartet. Zwischendurch war mir schwindelig und übel. Als ich dann mitbekommen habe, dass Feracci den Kampf gewonnen hatte, habe ich vor lauter Freude nur noch geschrien."

Es seien Gefühle gewesen, die sie so noch nicht bei einem Wettkampf erlebt habe, sagt Jüttner. "Auch nicht bei der Weltmeisterschaft 2014." Den letzten Kampf des Abends gegen Bolzan bestreitet Jüttner in der Gewissheit, dass sie in Tokio dabei sein wird - und hat dementsprechend "Bock darauf, noch mal alles zu zeigen". Genuss pur, Freude pur.

Den Emotionen Raum gelassen... 
Den Emotionen Raum gelassen...

Dass sie bei den Olympischen Spielen, die für sie am Donnerstag, den 5. August, um 10.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr morgens hiesiger Zeit) mit der Vorrunde beginnen, die Stilrichtung Shotokan vertreten wird, mache sie "unfassbar stolz". Sie freue sich, diese Stilrichtung, die zuweilen gerade bei den Damen eine stiefmütterliche Behandlung erfährt, repräsentieren zu dürfen. Damit einher gehe auch ein Gefühl von Verantwortung.

Stand heute ist Jasmin Jüttner die einzige Teilnehmerin am olympischen Kata-Wettbewerbs, die Shotokan ausübt.

Dirk Kaiser

 

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