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29. November 2025
Para-Karate-WM in Kairo: Marvin Nöltge auf Rang fünf, Sven Baum mit bester "Anan". "Sind für die Heim-EM gewappnet."

Die Freude hatte herausgemusst. Im Duell um die Bronzemedaille in der K21-Klassifizierung hatte sich Albert Singer, der vor zwei Jahren in Budapest Silber errungen hatte, gegen den ägyptischen Lokalmatador Adham Metwally mit 39,80 : 38,80 Punkten durchgesetzt.
Singer, der im "kleinen Finale" als Erster auf die Tatami gemusst hatte, hatte nach der "rote Fahne", die der Haupt-Kampfrichter in die Höhe gereckt hatte, die Fäuste geballt und mehrmals laut "ja" in Richtung Bundestrainer Heiko Kuppi gerufen.


Kurze Zeit später hatte auch Mike Richter Grund zur Freude gehabt: Der WM-Debütant hatte das zweite K21-Bronze-Match bestritten - und sich gegen Moustafa Hassan, ebenfalls aus Ägypten, behauptet.
Dabei war Richters Performance nicht fehlerfrei gewesen. "Allerdings hat Mike im Gegensatz zu seinem Konkurrenten mit Dynamik und Geschwindigkeit überzeugt", sagte Kathrin Brachwitz. Am Ende war der Berliner um 0,2 Punkte (38,90 : 38,70) besser gewesen als Hassan.

"Wir hatten auf eine Medaille gehofft. Dass es nun zwei geworden sind, freut uns umso mehr. Nach den Leistungen lässt sich konstatieren, dass wir für die Heim-EM gewappnet sind."
Kathrin Brachwitz (DKV-Vizepräsidentin)

Nachdem Marvin Nöltge vor zwei Jahren in Budapest nicht über die Vorrunde hinausgekommen war, hatte er es diesmal ins Bronze-Duell in der K22-Klassifizierung geschafft. Am Ende fehlten dem deutschen Para-Karate-Pionier gegen den Kroaten Stipe Baric 1,6 Punkte, um als Drittplatzierter an der Siegerehrung teilnehmen zu können.
"Mit dieser Platzierung kann er mega-zufrieden sein", bilanzierte die DKV-Vizepräsidentin. "Er hat wieder einmal alles gegeben und mit dem fünften Platz in einem starken Teilnehmerfeld seine konstant guten Leistungen bestätigt."

Obwohl er die beste "Anan" in seiner bisherigen Laufbahn präsentiert hatte, hatte es für Sven Baum in der K30-Klasse nicht für den Einzug in die nächste Runde gereicht.
Als Gründe hatte Kathrin Brachwitz die zum Teil nicht nachvollziehbaren Bewertungen genannt.
Zudem war Baum in seiner Vorrunden-Gruppe als erster Rollstuhl-Athlet an der Reihe gewesen - was per se dazu führe, dass sich bei der Punkte-Vergabe zurückgehalten werde, so Brachwitz.
Dirk Kaiser