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23. Januar 2025

Präventionssport-Angebote gewinnen an Relevanz

Präventions-Angebote

Innerhalb von zwei Jahren steigt die Zahl der Menschen, die sportliche Prophylaxe betreiben, um fast 25 Prozent. Nicht nur aus diesem Grund steht Vico Köhler den Entwurf zum "Gesunden-Herz-Gesetz" skeptisch gegenüber.

"Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann damit das allgemeine Wohlbefinden und die körperliche, psychische und soziale Gesundheit steigern sowie das Herz-Kreislauf-System und die Entwicklung des Muskel-Skelett-Systems stärken. Gleichzeitig kann regelmäßige körperliche Aktivität zur Prävention von Übergewicht, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen beitragen." Zu finden ist diese Definition auf der Homepage des Robert Koch Instituts - und in abgewandelter Form auch auf zahlreichen anderen Portalen.

Im dem unlängst erschienenen Präventionsbericht 2024, deren gemeinsame Herausgeber der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) und der Medizinische Dienst des Bundes sind, wird konstatiert, dass die Zahl derjenigen, die ein zertifiziertes Gesundheitssport-Angebot beziehungsweise Präventions-Angebot wahrgenommen haben, im Vergleich zu 2022 um 24,8 Prozent gestiegen ist (von 1,29 Mio. auf 1,61 Mio.).

Deutlich erhöhte Nachfrage von Budomotion-Kursen ist "sehr erfreulich"

Zu den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zertifizierten Präventions-Angeboten zählt auch die DKV-Ausbildung zur Gesundheits-Trainerin / zum Gesundheits-Trainer. "Dass unsere 'Budomotion'-Kurse eine deutlich erhöhte Nachfrage erfahren haben, ist nicht nur sehr erfreulich, sondern verdeutlicht, dass der Präventionssport in den Vereinen an Relevanz gewinnt", so Vico Köhler.

Der beim DKV für das Ressort "Gesundheitssport" verantwortliche Referent ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Prophylaxe und entschiedener Gegner des umstrittenen Entwurfs zum sogenannten "Gesunden-Herz-Gesetz", das das Bundesgesundheits-Ministerium zur Beratung in den Bundestag gegeben hat. Dies sieht vor, dass Screenings zur Herzgesundheit sowie medikamentöse Vorbeuge-Therapien in großem Umfang eingeführt werden und die hierfür notwendigen Mittel ausgerechnet der Primär-Prävention entzogen werden sollen. 

"Werde an der Kritik festhalten - weil es eine erhebliche Schwächung
der etablierten Präventions-Strukturen bedeuten würde"

Bei Feststellung, beispielsweise von Fettstoffwechsel-Störungen, sollten medikamentöse Therapien als Vorbeuge-Maßnahme verordnet werden können. Für viele Präventionsangebote, die insbesondere von Sportvereinen und Sportverbänden unter dem Titel "SPORT PRO GESUNDHEIT" angeboten werden, würde dies das Aus bedeuten. "Aktuell sieht es nach dem Bruch der Ampelkoalition jedoch nicht danach aus, dass der Gesetzes-Entwurf in der derzeitigen Form verabschiedet wird", zeigte sich Köhler erleichtert. Gleichwohl werde er an der Kritik festhalten, "schließlich würde dies, sollte der Entwurf in der ursprünglichen Fassung von der kommenden Bundesregierung beschlossen werden, eine erhebliche Schwächung der etablierten Präventions-Strukturen bedeuten".

Dirk Kaiser

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