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30. Mai 2026

Mai-Lehrgang mit persönlichen Einblicken

Carlos Molina stellt die Kata Koryu Ananko in den Mittelpunkt seiner Einheiten und spricht über seine Anfänge in Guatemala.

Anselm Stahl, Carlos Molina und Johannes Köster (von links)
Anselm Stahl, Carlos Molina und Johannes Köster (von links)

Mehr als 100 Karateka, darunter Kampf-Künstlerinnen und -Künstler aus Finnland, der Schweiz, Italien, Ungarn und Spanien, waren nach Berlin gekommen, um am traditionellen Mai-Lehrgang von Shito-Ryu Berlin mit Carlos Molina (9. DAN) und dessen Assistenten Johannes Köster, Michael Karpenkiel und Anselm Stahl (Laufen, Oberbayern) teilzunehmen.

Bevor die sportlichen Aktivitäten im Mittelpunkt gestanden hatten, war dem im Alter von 58 Jahren verstorbenen Markus Zierach-Mallauran vom Berliner Verein Mushin Kai mit einer Schweige-Minute gedacht worden.

Zum "50." waren zahlreiche Karateka, auch aus dem Ausland, nach Berlin gekommen
Zum "50." waren zahlreiche Karateka, auch aus dem Ausland, nach Berlin gekommen

Schüler von Kenei Mabuni

Thematisch hatte sich Carlos Molina unter anderem mit der Kata Koryu Ananko, eine alte Form der Kata Anan, auseinandergesetzt. 2011 war diese von Hidetoshi Nakahashi nach Europa gebracht worden. Des Weiteren waren Bassai-Variationen geübt worden - vor allem die Tomari-Version (Tomari Bassai). 

Zum Abschluss des Lehrgangs hatte Molina seinen Karate-Werdegang Revue passieren lassen: Nachdem er 1965 in Guatemala mit der Sportart begonnen hatte, hatte er dort Soké Kenei Mabuni (verstorben 2015) kennengelernt, war sein Schüler geworden und hatte seinen 1. und 2. DAN bei ihm abgelegt.

Zufriedene Gesichter waren bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu beobachten gewesen
Zufriedene Gesichter waren bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu beobachten gewesen

Ziel Japan - Ankunft Berlin

Als Kenei Mabuni seine damalige Wahlheimat wieder in Richtung Japan verlassen hatte, wollte Molina ihm folgen. Allerdings war er 1976 in Berlin gelandet, hatte sich dort niedergelassen - und die Stilrichtung Shito-Ryu, die es bis dato in der Stadt nicht gegeben hatte, etabliert. Doch der Kontakt zu Kenei Mabuni war nie abgerissen, was sich daran gezeigt hatte, dass Molina ihn dreimal in die Spree-Metropole eingeladen (1988, 2000, 2008) hatte. 

Seit nunmehr 50 Jahren ist Molina im Shito-Ryu unterwegs - und in dieser Zeit haben nicht nur viele seiner Schülerinnen und Schüler seine Sommer-Lehrgänge in Korsika (ab 1989) besucht. Vielmehr haben sie eigene Vereine gegründet und bilden selbst DAN-Trägerinnen und -Träger aus.

Autor: Johannes Köster

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