Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (YouTube-Videos, matomo), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Google Translate

Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

15. November 2024

Keine optimale Vorbereitung: Dennoch ist eine Medaille das Ziel

Die drei WM-Teams

Obwohl die Vorbereitung nicht unter optimalen Bedingungen abgelaufen ist und die Vorrunden-Gegner der deutschen Kumite-Damen beim "Karate World Cup" in Pamplona (22. bis 24. November) mit Ausnahme von Australien durchaus gehobenen beziehungsweise höchsten Ansprüchen genügen, gibt sich Noah Bitsch selbstbewusst. "Unser Ziel ist eine Medaille", sagt der kommissarische Bundestrainer. "Das muss als Europameister unser Anspruch sein."

Allerdings wird Bitsch in Spanien auf die diesjährige "Grand Winnerin" Reem Khamis verzichten müssen. Die Doppel-Europameisterin von Zadar befindet sich nach ihrer Knie-Verletzung weiterhin im Aufbau-Training. Zwar hatte Khamis WM-Vorbereitungs-Einheiten mitgemacht, "doch es reicht noch nicht", wie Bitsch konstatierte.

Mit Blick auf die Highlights im kommenden Jahr, zu denen die "World Games" und die Einzel-Weltmeisterschaften zählen, wollte das Trainer-Team kein Risiko eingehen und den Genesungs-Prozess durch eine zu frühe Wettkampf-Praxis möglicherweise gefährden. Bitsch: "Die Gesundheit steht über allem."

Setzte sich bei der Nominierung knapp gegen Anastasiia Semenenko durch: Hannah Riedel (links)
Setzte sich bei der Nominierung knapp gegen Anastasiia Semenenko durch: Hannah Riedel (links)
Logo
Logo

Für Khamis rückt die ehemalige U18-Weltmeisterin Hannah Riedel in den Kader. Riedel hatte genau wie Anastasiia Semenenko die Vorbereitung absolviert und sich am Ende gegen die deutsche U21-Meisterin in der Gewichtsklasse -61 Kilogramm durchgesetzt. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, so Bitsch, der erläuterte, dass einerseits die Premier-League-Erfahrung, andererseits die Gewichtsklasse (-68 Kilogramm) für Riedel gesprochen hätten.

Dass Johanna Kneer und Madeleine Schröter aufgrund eines Bundeswehr-Lehrgangs nicht mit dem Team trainieren konnten, hat die Vorbereitung nicht unbedingt einfacher gemacht - wobei Noah Bitsch betont, dass alle top-fit seien.

Mit Blick auf die Konkurrenz, die neben dem DKV-Team für die Vorrunden-Plätze eins und zwei in Frage kommt, hat sich der kommissarische Bundestrainer insbesondere mit Japan ("schwer vorherzusagen, aber in jedem Fall sehr unangenehm") und der Türkei, die wohl die amtierende Weltmeisterin in der Gewichtsklasse -55 Kilogramm aufbieten wird, intensiv beschäftigt und sich Kämpfe der Athletinnen angeschaut. Beide Mannschaften, so Bitsch, verfügten über eine hohe Qualität. 

Darüber hinaus warnte er davor, den Senegal, mit dem es Mia Bitsch und Co. zum Auftakt zu tun bekommen, zu unterschätzen. Einzig die Australierinnen würden gegenüber den anderen Gegnern abfallen.

Um ins Viertelfinale einzuziehen, müssen die DKV-Damen drei Mannschaften hinter sich lassen. Sollte das gelingen, würde es gegen einen Gegner der Gruppe C gehen. In der befinden sich unter anderem der Kosovo und Italien.

Dirk Kaiser

Johanna Kneer, Hannah Riedel, Shara Hubrich, Madeleine Schröter und Mia Bitsch (von links) Collage: Melissa Holzner
Johanna Kneer, Hannah Riedel, Shara Hubrich, Madeleine Schröter und Mia Bitsch (von links) Collage: Melissa Holzner

Seitdem klar ist, dass der DKV mit zwei Kata-Teams in Pamplona vertreten sein wird, haben sowohl das Damen- als auch das Herren-Trio jedes Wochenende intensiv trainiert - entweder in Mömlingen unter der Leitung von Mohammed Abu Wahib oder in München im Rahmen von BKB-Lehrgängen. Am kommenden Wochenende geht es dann zum Kata-Bundestrainer Efthimios Karamitsos, wo sich die beiden BKB-Teams in der Besetzung Jessica Vlai, Rita Siebert und Anna Stössel sowie Laurenz Berner, Mika Mathes und Nawapon Pattanasakoo den letzten Feinschliff holen. 

Ilja Smorguner und Mohammed Abu Wahib als Coaches vor Ort

Gecoacht werden die beiden deutschen Mannschaften in Spanien von Ilja Smorguner (Bundes-Assistenz-Trainer) und Mohammed Abu Wahib (ehemaliger Bundes-Assistenz-Trainer und ehemaliger BKB-Landes-Trainer). Dass diese Kombination bei den Team-Weltmeisterschaften verantwortlich ist, sei mit dem Bundestrainer vereinbart worden, so DKV-Präsident Wolfgang Weigert.

Rita Siebert, Anna Stössel und Jessica Vlai (von links) bei den Deutschen Meisterschaften in Elsenfeld
Rita Siebert, Anna Stössel und Jessica Vlai (von links) bei den Deutschen Meisterschaften in Elsenfeld
Mika Mathes, Laurenz Berner und Nawapon Pattanasakoo (von links) bei den Europameisterschaften in Zadar
Mika Mathes, Laurenz Berner und Nawapon Pattanasakoo (von links) bei den Europameisterschaften in Zadar

"Da wir nicht zaubern können, haben wir den Schwerpunkt der Einheiten auf die Techniken und die Präsentation gelegt." Zudem habe man, so Abu Wahib, am Performance-Training gearbeitet. Angesichts des Modus' (vier Gruppen zu je fünf Teams) könne man nicht ausschließen, dass zwei Katas direkt hintereinander gelaufen werden müssen - "was ein hohe physische und psychische Belastung bedeutet."

Auch über die wichtigsten Kontrahentinnen und Kontrahenten im Kampf um einen der ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme am Viertelfinale berechtigen, hat sich Abu Wahib informiert. Bei den Damen sind das insbesondere die Brasilianerinnen, die mit dem DKV-Trio, das im März dieses Jahres den nationalen Titel gewann, "auf Augenhöhe" sind. "Unter normalen Umständen dürften die Europameisterinnen aus Italien nur sehr schwer zu bezwingen sein. Deswegen ist es wichtig, dass die Taktik und die Performance gegen Brasilien stimmen", erklärt Abu Wahib - zumal es direkt zum Auftakt gegen die Süd-Amerikanerinnen geht, noch dazu als erstes der beiden Teams.

Türkei bei den Herren der große Favorit in der deutschen Vorrunden-Gruppe

Bei den Herren, die im Mai dieses Jahres mit EM-Bronze bedacht wurden, dürfte aller Voraussicht nach die Türkei, der Europameister von Zadar, das stärkste Team stellen. Direkt dahinter könne sich jedoch das DKV-Trio platzieren - was ebenfalls zum Einzug in die K.o.-Runde führen würde.

Unabhängig vom Ausgang der Welt-Titelkämpfe habe bei beiden Mannschaften "Freude pur" über die Teilnahme geherrscht. "Schließlich ist es das höchste Ziel einer jeden Athletin und eines jeden Athleten, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen", sagt Abu Wahib, der ab dem 1. Januar 2025 als technischer und sportlicher Direktor mit dem Schwerpunkt "strategische und konzeptionelle Entwicklung" für den luxemburgischen Verband tätig sein wird.

Dirk Kaiser

Kumite - Samstag
Senegal (10.30 Uhr)
Japan (11.00 Uhr)
Australien (11.30 Uhr)
Türkei (12.30 Uhr)

Kata (Damen) - Freitag
Brasilien (9.00 Uhr)
Italien (9.18 Uhr)
China (9.45 Uhr)
Botswana (10.12 Uhr)

Kata (Herren) - Samstag
Kolumbien (9.00 Uhr)
Türkei (9.18 Uhr)
Aserbaidschan (9.45 Uhr)
China (10.12 Uhr)

Die Team-Europameisterinnen und ihr Coach nach dem Erfolg in Zadar. In Pamplona nicht dabei sein wird allerdings Reem Khamis, die nach wie vor an einer Knie-Verletzung laboriert
Die Team-Europameisterinnen und ihr Coach nach dem Erfolg in Zadar. In Pamplona nicht dabei sein wird allerdings Reem Khamis, die nach wie vor an einer Knie-Verletzung laboriert