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Jens Lorenzens Karate-"Mauer" im Olympischen Museum

Wolfgang Weigert, Prof. Dr. Ernes Erko Kalac und der Künstler selbst übergeben in Lausanne das Kunstwerk in Anwesenheit von IOC-Präsident Dr. Thomas Bach.

Jens Lorenzens Karate-"Mauer" im Olympischen Museum

Prof. Dr. Ernes Erko Kalac, Jens Lorenzen, Dr. Thomas Bach und Wolfgang Weigert (von links)

Als Wolfgang Weigert 2019 beim Festakt "70 Jahre CSU im Deutschen Bundestag" Jens Lorenzen zum ersten Mal begegnet war, konnte der Präsident der Deutschen Karate Verbandes (DKV) und des Bayerischen Karate Bundes (BKB) nicht ahnen, dass sich aus diesem Treffen eine Freundschaft mit dem berühmten Künstler, dessen Werke im Vatikan und im Deutschen Bundestag ausgestellt sind, entwickeln würde. Schnell hatte sich jedoch herausgestellt, dass beide die Leidenschaft für die Sportart Karate teilen und Lorenzen selbst Träger des 3. DAN ist.

Im Zuge dieser Freundschaft war schließlich die Idee entstanden, ein Lorenzen-Bild für den BKB anfertigen zu lassen, das die erstmalige Teilnahme der Sportart Karate an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio dokumentiert und zugleich den Kontext zu den Olympischen Spielen 1972 in München herstellt. Aus dem Ursprungs-Gedanken entwickelte sich in der Umsetzung eine "Mauer" – ein dreiteiliges Bild – mit einer Höhe von 1,40 Meter und einer Breite von 1,00 Meter je Bild. Und jene "Mauer", die stellvertretend für die Karatekas weltweit stehen soll, wird künftig in Lausanne zu besichtigen sein. 

Wolfgang Weigert und Dr. Thomas Bach 
Wolfgang Weigert und Dr. Thomas Bach

Dass es das Lorenzen-Exponat ins dortige Olympische Museum geschafft hat, geht auf eine Initiative des DKV-Integrations-Botschafters Prof. Dr. Ernes Erko Kalac und Wolfgang Weigert zurück. Am 5. November war es schließlich soweit: Die "Mauer" wurde an die Direktorin des Olympischen Museums (OM), Angelita Teo, und die Collection Managerin des OM, Patricia Reymond, übergeben.

Nach offiziellem Teil: eineinhalbstündiges Mittagessen mit Bach

Dass es sich der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Dr. Thomas Bach, nicht hatte nehmen lassen, sich von Jens Lorenzen persönlich den Werdegang und den Inhalt des Kunstwerks erläutern zu lassen und dem BKB für das außergewöhnliche Geschenk zu danken, hatte die deutsche Drei-Mann-Delegation mit besonderem Stolz erfreut. Es sei eine große Ehre, das erste Karate-Artefakt dem Olympischen Museum zu übergeben, hatte Wolfgang Weigert hernach zu Protokoll gegeben.

In Anschluss an den offiziellen Teil hatte der IOC-Präsident Wolfgang Weigert, Erko Kalac und Jens Lorenzen noch zu einem eineinhalbstündigen Mittagessen eingeladen. Eine außergewöhnlich bemerkenswerte Geste angesichts des dicht gedrängten Terminkalenders von Dr. Thomas Bach, der damit seine Wertschätzung gegenüber dem Künstler und den Initiatoren zum Ausdruck gebracht hatte. Schließlich wird nur wenigen Personen die Ehre zuteil, sich in einem kleinen Rahmen ungezwungen mit dem mächtigsten Sportfunktionär der Welt privat und sportlich austauschen zu können.

Dirk Kaiser

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