Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Wenn ein Lehrgang die Grenzen auslotet

Die Gruppe erhielt Handlungs-Konzepte zur schnellen und sicheren Umsetzung
Die Gruppe erhielt Handlungs-Konzepte zur schnellen und sicheren Umsetzung

Ungewohnt lautes Geschrei dringt aus den Räumen des Shotokan-Karate-Dojos in Bad Salzuflen. Was sich im ersten Moment für einen Außenstehenden möglicherweise bedrohlich anhören mag, ist eine Simulation – allerdings eine Simulation mit ernstem Hintergrund. Denn in Bad Salzuflen erlebten 20 Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet das Thema „Gewaltschutz“ aus einer neuen Perspektive. „Gewaltprävention für Erwachsene in unterschiedlichen beruflichen Kontexten“ lautete das Motto des Lehrgangs, für den Frank Herholt das Referenten-Team des Deutschen Karate Verbandes (DKV) hatte gewinnen können.

Bereits in der kurzen Vorstellungsrunde war deutlich geworden, dass ein Großteil der Teilnehmenden den Lehrgang mit der „Zielrichtung Kinder und Jugendliche“ absolviert und somit große Neugier für dieses Seminar mitgebracht hatte. In einer Gesellschaft, die in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt mit Veränderungen im Bereich des beruflichen Umfeldes umgehen muss, ist das Bedürfnis nach Sicherheit stark in den Vordergrund gerückt.

In den drei Tagen hatte der Fokus der Teilnehmenden besonders auf den Berufsfeldern „Schulen“ und „Öffentliche Verwaltungen“ gelegen. Insofern war das gesamte interaktive Training exakt an den Bedürfnissen der „Klienten“ ausgerichtet. Diese wurden permanent aus ihrer persönlichen Komfortzone geholt, um sich den immer massiver werdenden Belästigungen oder Bedrohungen entgegenzustellen und dabei geeignete Handlungsmuster zu entwickeln.

Handlungskonzepte als Grundlage für ein sicheres Einschreiten

Der erste Teil des Lehrgangs hatte schwerpunktmäßig die 1:1-Situationen zum Inhalt. In Rollenspielen musste sich dabei eine Person einer anderen, aggressiv auftretenden Person erwehren. Obschon in den Einheiten viel gelacht worden war, hatten sich die künftigen B-Lizenz-Inhaber/innen gegenseitig an ihre Grenzen gebracht und dabei vergessen, dass sie sich in einem Seminar befanden.

Die Handlungskonzepte, die einen gelungenen und individuellen Eigenschutz darstellen, bieten die Grundlage für ein sicheres Einschreiten, wenn es darum geht, für einen bedrohten Mitarbeitenden Hilfe und Unterstützung zu leisten. So wurde der Übergang in den zweiten Teil geschaffen.

Die schnelle und erfolgreiche Auflösung sicherheitskritischer Situationen in Schulen, beispielsweise in Eltern-Lehrer-Gesprächen, oder in allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, wie Sozial-, Ordnungsämtern, Zulassungsstellen oder Job-Centern, war Bestandteil – und die Teilnehmenden realisierten schnell, dass es mit den richtigen Handlungszielen und einer angemessenen Geschwindigkeit keine Situation gibt, die nicht zu lösen gewesen wäre.

Eine wichtige Erkenntnis war zudem, dass die organisatorischen und technischen Unterstützungen, die in vielen Verwaltungen oder Schulen das berufliche Umfeld sicherer machen sollen, von der Schwachstelle „Mensch“ ausgehebelt werden.

Rudi Heimann

In 1:1-Situationen loteten die Teilnehmer ihre Grenzen aus
In 1:1-Situationen loteten die Teilnehmer ihre Grenzen aus

Anschrift

Deutscher Karate Verband e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Am Wiesenbusch 15
45966 Gladbeck

Kontakt

Tel.: +49 (0)2043 / 2988-0
Fax.: +49 (0)2043 / 2988-91
E-Mail: nfkrtd
Kontaktformular
Presseanfragen

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

 

Impressum   /   Datenschutz   /   Bildnachweis   /   AGB   

Deutscher Karate Verband e.V. im DOSB e.V. 
Wir sind als offizieller Fachverband Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. und in der World Karate Federation e.V. 

 

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Schriftarten, Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen