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SV-LEHRER-AUSBILDUNG DES DKV – STUFE 2 SILBER

Der zweite Teil hält für die 24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erneut spannende Themen und überraschende Selbsterfahrungen bereit.

Im Vertrauen auf die bewährten Corona-Schutzmaßnahmen machten sich 24 Karateka (20 Männer und vier Frauen) auf den Weg zur Sportschule Hennef, um die Stufe 2 der SV-Lehrer-Ausbildung des DKV zu besuchen. Die beiden SV-Ausbilder Jürgen Kestner und Sven Burkard stiegen prompt in das Programm der Stufe 2 ein. Schnell wurde uns klar: Wir hatten es als "Azubis Stufe 2" wieder mit fachlich erfahrenen Referenten zu tun, die zudem ihren beruflichen Erfahrungsschatz hervorragend einbrachten.

Anknüpfend an die praktischen Erfahrungen der ersten Stufe wurde am ersten Tag an den Verteidigungshaltungen und Techniken gegen "Faust- und Fußangriffe", "Ringerangriffe", "Schwitzkasten" und "Kombinationsangriffe" gearbeitet. Dabei floss der Schweiß erneut in Strömen, und auch Kampfschreie waren bei vollem Einsatz zu vernehmen.
Volle Konzentration bei der "Umfeld-Beobachtung und -Analyse".

Ungewohnte "Umfeld-Beobachtung und -Analyse"

Auf Besonderheiten wie das Phänomen der "Schlaghemmung" wurde ebenfalls eingegangen. Außerdem wurde besonderes Augenmerk auf die Beobachtung des weiteren Umfeldes des Überfall-Szenarios während der bereits stattfindenden Verteidigungshandlung gelegt. Hier zeigte sich, dass aus einer ganz anderen Richtung oder einer nicht beobachteten Gruppe heraus ein weiterer Angriff unvermittelt erfolgen konnte. Diese für viele ungewohnte "Umfeld-Beobachtung und -Analyse" erforderte volle Konzentration und ein spezielles Bewegungs- und Distanzverhalten.

Unter denselben Bedingungen wurde auch die "Abwehr gegen Stockangriffe" thematisiert und trainiert. Eine in der Realität unter Umständen lebensgefährliche Situation! Wenn irgend möglich, sollte daher so schnell wie möglich ein Fluchtweg gefunden werden. Gibt es diesen nicht, dann gilt es, eine Chance zu erkennen und konsequent die Verteidigung durchzuführen. Mit höchster Konzentration wurden die Hinweise und Korrekturen der Ausbilder aufgenommen. Spezielle Bewegungs-Drills wurden intensiv geübt.

Abwehr von lebensbedrohlichen Angriffen

Am zweiten Tag waren zunächst "Abwehr gegen Fassen und Umklammern" sowie "Verteidigung in der Bodenlage" die bestimmenden Themen. Technisch standen erneut die fließenden Abläufe der Abwehrtechniken, der "Ganzkörpereinsatz" sowie der gezielte Einsatz gegen Vitalpunkte und deren Wirkungsweisen im Mittelpunkt des Übens. Zusammengefasst wurden die Inhalte wieder in spezielle SV-Drills, die gegen realistische Angriffskombinationen Anwendung fanden.

Durchweg wurde darauf hingewiesen, dass die harte, konsequente Selbstverteidigung das letzte Mittel ist – falls Deeskalation, Flucht oder anderes nicht mehr möglich sind. Ein schneller Sprint von der Gefahrensituation weg kann auch eine effektive Selbstverteidigung darstellen.
Beim Thema "Abwehr von lebensbedrohlichen Angriffen" stand die Abwehr von Messerangriffen im Mittelpunkt. Dabei wurde schnell deutlich, dass ein Messerangriff oft nicht ohne eine eigene Verletzung abzuwehren ist.

Was ist aber, wenn ein Weglaufen nicht möglich ist oder die Begleitperson nicht allein gelassen werden kann? Eine Nadel hätte man im Heuhaufen fallen hören! Die simulierten Angriffsszenarien waren körperlich und emotional nachzuspüren. Beim Üben der speziellen Messer-Drills mit präparierten Trainingsmessern, die bei Treffern rote Farbspuren hinterließen, wurde für jeden das Risiko einer eigenen Verletzung offensichtlich.

Erhöhung der körperlichen und emotionalen Belastungen

Mit einem SV-Randori zu Beginn des dritten Tages wurden wieder alle "Kampfkunst-Geister" geweckt. Mit Spaß, Freude, Einsatz, Sorgfalt und Konzentration waren alle bei der Sache. Ziel war es, die Wahrnehmung, Reaktion und Koordination weiter zu schulen: In allen Distanzen - auch in der Bodenlage.

Unter Einsatz von lauter Musik, Zeitvorgaben und bei zunehmender Raumbegrenzung wurden die Anforderungen immer höher. Das Randori ging in ein SV-spezifisches Stresstraining über. Durch den Einsatz verschiedener "Übungsformen" (Gasse, Kreis, Halbkreis, Reihe, Pfeilform) wurden stressige Bedrohungs- und Angriffssituationen nachgestellt.

Die folgenden Übungen zur "Selbstbehauptung" waren im Gegensatz dazu entspannend – obwohl das Thema im Alltag in der Schule und im Arbeitsleben, bei Jugendlichen sowie Erwachsenen hoch relevant ist. Sven Burkard gelang es vorzüglich, theoretische Inputs zu Strategien, Prävention, Achtsamkeit, Zivilcourage mit anschaulichen Beispielen aus dem (Schul-)Alltag sowie Lösungsmöglichkeiten hierzu zu verbinden.

Der krönende Abschluss war der SV-Parcours in Straßenkleidung. Nach kurzer Vorstellung der Stationen ging es los. Unter hoher physischer und psychischer Belastung und unter Zeitdruck mussten alle Stationen mindestens einmal bewältigt werden.

Intensiver Erfahrungsaustausch zum Aspekt „Strategien für ein erfolgreiches Marketing“

Am Schluss-Tag hatte Sven Burkard zunächst sinnvolle Kurskonzepte und die Planung von SV-Kursen vorgestellt. Aspekte wie Zielgruppen, Ziele des Kurses und Zeitplanung wurden ausführlich behandelt und diskutiert.

In der letzten Einheit ging es schließlich um "Strategien für ein erfolgreiches Marketing". Hier gelang es Willm Wöllgens, nach der theoretischen Einführung zum intensiven Erfahrungsaustausch anzuregen. Neben Zielen des Marketings und Bestandteilen einer Marketingstrategie wurde über erfolgreiche Marketingaktionen gesprochen.

Das gemeinsame Mittagessen und die Übergabe der Urkunden beendeten dann die Stufe 2 des Lehrgangs.

Joachim Hölscher


DKV-SV1

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