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Das Projekt aus dem EU Förderprogramm ERASMUS plus Sport „Sport at School“ erfolgreich zu Ende geführt

Das Projekt aus dem EU Förderprogramm ERASMUS plus Sport   „Sport at School“ erfolgreich zu Ende geführt !

 Erasmus 

Das bisher größte internationale Projekt, an dem der Deutsche Karate Verband beteiligt war, ging am 31.12.2018 zu Ende. Am 19.12.2018 fand in Ostia (nahe Rom) die Abschlussveranstaltung statt.

Fakten zum Projekt:

  • 1,5 Jahre Vorbereitungs- und Antragszeit (seit November 2014)
  • Durch die EU nach einem europaweiten Wettbewerb mit hunderten Bewerbern ausgewählt und bewilligt im Herbst 2015
  • am 01.02.2016 gestartet unter der Leitung des Italienischen Kampfsportfachverbandes FIJLKAM
  • 6 Nationalverbände beteiligt: FIJLKAM Italien, FFKDA Frankreich, FNKP Portugal, PZK Polen, RFEK Spanien und DKV Deutschland
  • An 20 Schulen, 688 beteiligte Kinder der Klassenstufe 2 (Grundschule), aufgeteilt und 353 Kinder in der Trainingsgruppe und 335 Kinder in der Kontrollgruppe
  • 1 Schuljahr lang wurden die Kinder nach einem, durch die Italiener entwickelten Trainingsprogramm, jeweils 2 Unterrichtsstunden pro Woche in der Schule trainiert
  • Test zu motorischen/koordinativen Leistungen zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Schuljahres.
  • Befragung der Eltern und Vergleich der schulischen Leistungen, um die kognitive Entwicklung feststellen zu können
  • 537.487,75 € geplantes Gesamtbudget mit einer 80 % Förderung der EU
  • Anteil des DKV: (geplant) 26.279,20 € mit einem Eigenanteil von: 5.255,84 €
  • In Deutschland ursprünglich beteiligt: 2 Schulen aus Sachsen-Anhalt mit dem Trainer Alexander Löwe, 1 Schule aus Bremen mit der Trainerin Sonja Wendel, 2 Schulen aus Niedersachsen mit den Trainern Eva-Maria Sündermann und Alexander Schumann
  • Sportlicher Leiter des Projektes (immer der jeweilige Schulsportreferent des DKV) zu Beginn, Alexander Hartmann, ab Ende 2016 Elmar Griesbauer
  • Verwaltung: Gundi Günther; Projektleiter: Volkmar Ritter

Die Trainer wurden in einem zweimaligen Aufenthalt in Italien (jeweils eine Woche) mit dem Trainingsprogramm und dem Inhalt des Projektes vertraut gemacht. Jede Trainingsgruppe bekam ein Trainingsset, bestehend aus einer Tatami, Pylonen, Hürden, usw. zur Verfügung gestellt.

Für uns, als deutschen Partner galt es eine Reihe von Hürden zu überwinden, die wir im Vorfeld des Projektes nicht im Geringsten geahnt haben. In Niedersachsen machte uns die Schulbehörde quasi einen Strich durch die Rechnung. Man hatte nichts dagegen, dass das Training an den Schulen stattfindet, aber eine Erhebung der sozialen Situation, der schulischen Leistung und der motorischen/koordinativen Fähigkeiten und die damit verbundene Übermittlung nach Italien wurde uns strikt untersagt. Auch dort wo die Eltern ihre Zustimmung gegeben hatte, wurden wir aus den Schulen verbannt. Die Schulbehörde in Bremen stimmte nach einer langen Genehmigungsphase und einer positiv besetzten Diskussion der Durchführung des Projektes zu. In Sachsen-Anhalt lief das Projekt über Alexander Löwe ohne Schwierigkeiten. Damit waren wir mit wenigstens 3 Gruppen aktiv am Projekt beteiligt. Die umfangreichsten und exaktesten Ergebnisse lieferte die Schulsportgruppe aus Bremen unter der Leitung von Sonja Wendel.

Zur Auswertung der Ergebnisse wurden zwei hochangesehene Universitäten gewonnen. Die Universität Padua für die Auswertung der motorischen/koordinativen Ergebnisse und die Universität Madrid zur Auswertung der Auswirkungen auf das Sozialverhalten und die kognitiven Fähigkeiten.

Das Abschlussmeeting lässt bereits jetzt folgende Ergebnisse erkennen:

Die Trainingsgruppe hat in fast allen Bereichen besser oder deutlich besser als die Kontrollgruppe abgeschnitten. Sowohl die körperliche Entwicklung als auch die kognitiven Kompetenzen waren in der Gruppe besser, die aktiv das Trainingsprogramm von Prof. Pierluigi Aschieri durchlaufen hatten.

Zurzeit geht es um die genaue Auswertung des Projektes und die Aufbereitung der Ergebnisse zur Nutzung durch die Trainingsgruppen an den Schulen. Durch den Lehrreferenten des DKV, Elmar Griesbauer werden erste Erkenntnisse bereits in die Trainerausbildung einbezogen. Die Ergebnisse gehen auch an die beteiligten Schulen und die zuständigen Schulbehörden.

Schritt für Schritt werden wir sowohl die Forschungsergebnisse als auch das Trainingsprogramm allen interessierten Trainern und Funktionären zugänglich machen.

Ein besseres Argument für den Karatesport auch im Schulunterricht als die Ergebnisse des Projektes „Sport at school“ können wir, europaweit, nicht bekommen.

Bild Schulklasse SAH Blankenburg 2018

Volkmar Ritter

Projektleiter


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