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German Open- Auftakt für die Olympia-Qualifikation

goPremier League eröffnete Wettrennen um Startplätze – Karate-Weltspitze zu Gast in Berlin

Gladbeck/Berlin. Die K1 German Open eröffneten vom 14.-16. September das Rennen um wertvolle Olympia-Punkte für Karateka aus aller Welt.

Weltspitze in Berlin
Das Turnier, das zur Spitzenreihe der K1 Premier League der World Karate Federation (WKF) gehört, lockte daher Spitzenathleten aus aller Welt an die Spree. Insgesamt waren knapp 800 Karateka gemeldet.

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Für den DKV war eine besondere Auszeichnung, das erste Turnier im Rahmen der Olympiaqualifikation auszurichten. „Wir sind stolz auf diese Möglichkeit“, sagt DKV-Präsident Wolfgang Weigert, der auch Vizepräsident der WKF ist. Karate wird bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio erstmals unter den fünf Ringen zu sehen sein, der Weltverband hofft danach auf eine ständige Aufnahme in das Programm.

Die K1 Premier League ist dazu ein wichtiger Baustein, bei der nur die 64 Besten der Weltrankingliste in den einzelnen Disziplinen an den Start gehen dürfen. Insgesamt sieben Turniere auf der ganzen Welt gehören in diese Reihe, dazu gesellt sich mit der K1 Series A ein Unterhaus von weiteren Wettkämpfen. Gemeinsam mit den Ergebnissen aus dieser anspruchsvollen Serie zählen Wertungspunkte für Welt- und Kontinentalmeisterschaften in die Qualifikationsrangliste.

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Mit etwa 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sorgte das lokale Organisationsteam des Berliner Karate Verbandes um die BKV-Päsidentin Kathrin Brachwitz, Cheforganisator Heiner Hansen, BKV Geschäftsführerin Brigitte Benjes, Marlis Gebbing, Bereichsleiter Boris Mahn, Murat Salbas und Yasin Karaca für eine hervorragende Organisation und eine entspannte Atmosphäre.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der DKV-Wettkampfkommission und den WKF-Verantwortlichen verliefen die drei Wettkampftage ohne Verzögerungen und Komplikationen. Das deutsche Team und die Gäste aus allen Winkeln der Welt fühlten sich in der Horst-Körber-Sportananlage, direkt neben dem Berliner Olympiastadion wie zuhause.

Jonathan Horne in Topform, Shara Hubrich, Noah Bitsch und das Kata Damen Team verpassen knapp die Medaille

In dem hochklassigen Starterfeld waren alle amtierenden, sowie ehemalige Welt- und Europameister vertreten. Die deutschen Athletinnen und Athleten, betreut von den Bundestrainern Thomas Nitschmann (Kumite) und Efthimios Karamitsos (Kata) und ihrem Team, bewiesen mit einer Bronzemedaille und drei fünften Plätzen, dass sie in der Olympiaqualifikation eine wichtige Rolle spielen wollen.

So setzten sich Jonathan Horne, Shara Hubrich und Noah Bitsch mit starken Leistungen bis in die Halbfinals der German Open durch. 

Als Weltranglistenerster im Kumite-Schwergewicht der Herren trat Jonathan Horne mit großem Selbstvertrauen in Berlin auf die Tatami. Die Vorrunden-Kontrahenten aus Italien, Belgien und der Türkei kamen mit Jonathans Reichweite und seiner Konsquenz nicht zurecht und unterlagen klar und deutlich der deutschen Olympiahoffnung.

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In der Vorschlussrunde stand der Kaiserslauterer dann dem Weltmeister von 2014, Gogita Arkania/Georgien, gegenüber. Nach einer 1:0-Führung von Jonathan Horne konterte der Osteuropäer mit einer Fußtechnik und sicherte sich somit kanpp den Finaleinzug. Der Aserbaidschaner Atamov im Kampf um Platz drei war für Jonathan dann keine große Hürde. Diese Begegnung endete 7:0 für Deutschland und bedeutete die Bronze bei den German Open 2018.

Flexibel, dynamisch und mit einer großen Portion Kampfgeist präsentierte sich Shara Hubrich in der Kategorie Kumite Damen -50kg. Nach Siegen über Sassano/Italien, und Bouderbane/Frankreich schlug Shara auch die Japanerin Miyahara/Japan. Im Halbfinale wartete dann eine weitere Kämpferin aus dem Land der aufgehenden Sonne auf die deutsche Spitzenathletin. 

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Mit nur einer knappen Wertung ging die Asiatin zwar siegreich von der Kampffläche, Shara hatte dann am Finaltag die Gelegenheit trotzdem Edelmetall zu sichern. Gegen die Ägypterin Radwa Sayed erzielte die Athletin vom TV Borgeln leider keine klare Wertung, sodass sie sich der Afrikanerin mit 0:1 geschlagen geben musste. Trotzdem sammelte Shara wertvolle Qualifikationspunkte für Olympia und macht mit ihrer Leistung Hoffnung auf weitere Top-Ergebnisse in den nächsten Wochen und Monaten.

In der Klasse Kumite Herren -75kg zählte Noah Bitsch zum erweiterten Favoritenkreis bei den German Open. Dieser Rolle wurde der Thüringer mit Siegen über Jordanien (Freilos), Japan, Serbien und Frankreich gerecht.

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Das, mit Spannung erwartete, Poolfinale gegen Rafael Aghaev/Aserbaidschan war hart umkämpft und endete Unentschieden. Leider hatte Aghaev die Kampfrichterstimmen im Pflichtentscheid auf seiner Seite.

Gegen Ken Nishimura/Japan lieferte sich Noah Bitsch im Kampf um Bronze ein hartes Match, unterlag leider und belegte somit Rang fünf. Bei den nächsten Meisterschaften erhofft sich der Thüringer aufgrund seiner starken Leistungen in Berlin dann den Schritt auf das Podium.

Das Kata-Damen Team mit Jasmin Bleul, Sophie Wachter und Christine Heinrich siegte in der ersten Runde gegen die kroatische Auswahl, musste sich aber dann im Anschluss den russischen Athletinnen den Vortritt lassen. Leider konnte das Kata-Trio aufgrund einer Verletzung im Kampf um Platz drei nicht antreten, und verpasste somit die sicher-geglaubte Podiumsplatzierung. Den nächsten Anlauf auf eine Medaille kann die deutsche Auswahl dann bei der WM in Madrid erfolgreich gestalten.

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Die weiteren deutschen Starterinnen und Starter konnten leider nicht in die Medaillenkämpfe eingreifen, zeigten aber durchweg, dass sie gute Chancen haben, sich in der Karate-Weltspitze zu behaupten.


Text: Frank Miener DKV-Pressesprecher/Christian Grüner
Bilder: Gitti Kraußer


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 Ergebnisse und Poollisten



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