A-Z Hilfe | Foto-Album | Kontakt

facebook   TwitterWKF-klein   ekf-klein

kids journal

Nur Horne überzeugt in Rabat

Jonathan Horne vk

Durchwachsen. So lautet die Bilanz, die sich für die deutschen Karatekas nach der Premier-League-Veranstaltung im marokkanischen Rabat ziehen lässt:

Einzig Weltmeister Jonathan Horne gelang es, im Kumite der Gewichtsklasse +84 Kilogramm einen Podest-Platz zu erkämpfen. Nach dem 0:0 im Halbfinale gegen Alparslan Yamanoglu war er es eine Kampfrichter-Wertung, die den Türken ins Finale beförderte – und Horne in den Kampf um Platz drei. Dort sicherte sich der Kaiserslauterer gegen den Portugiesen Felipe Reis mit 4:0 souverän Bronze.

Ansonsten blieben die anderen deutschen Starterinnen und Starter etwas hinter den Erwartungen zurück – wobei Johanna Kneer in der Klasse -68 Kilogramm mit dem fünften Platz noch für die beste Platzierung bei den Damen gesorgt hatte. Im Kata Einzel der Herren konnten Ilja Smorguner mit Rang 25 und Jasmin Jüttner mit dem Ausscheiden in der ersten Runde ebenfalls nicht zufrieden sein.

Christian Grüner, Sportdirektor des DKV und in Rabat vor Ort, sagte: „Das Niveau der Meisterschaft war erwartungsgemäß extrem hoch. So war der Weg in die Medaillen-Kämpfe sehr schwer. Trotz gutem Einsatz gelang es unseren Athleten nicht, entscheidend in die Kämpfe um die vorderen Platzierungen einzugreifen. Bei den nächsten Meisterschaften in Istanbul und Shanghai gilt es nun, die Leistungen zu steigern.“

Noah Bitsch scheitert früh gegen den Iraner Asgari

Jonathan Horne war in Rabat gut in den Wettkampf hineingekommen: Einem Freilos und dem 2:1 über den Ägypter Ahmed Elasfar ließ er ein 2:0 über Alexander Pshenitsyn (Russland) folgen. Durch das 5:2 gegen den Kroaten Andjelo Kvesic, der auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 ein ernstzunehmender Konkurrent ist, gelangte Horne schließlich ins Halbfinale. Dort war dann jedoch Endstation, wobei Jonathan dann souverän Platz drei erkämpfen konnte. In der Tokio-Wertung festigte er unterdessen seinen zweiten Platz.

Weniger gut lief es indes für Noah Bitsch in der Klasse -75 Kilogramm. Zwar hatte Bitsch seinen Auftakt-Kampf gegen den Österreicher Luca Rettenbacher mit 3:1 gewonnen, doch die „kalte Dusche“ folgte prompt. Beim 0:3 gegen Bahman Ghoncheh Asgari (Iran) war der Deutsche chancenlos.

Johanna Kneer erzielt mit Platz fünf das beste Damen-Ergebnis

Bei den Damen war für drei der fünf Starterinnen bereits nach der ersten Runde die Veranstaltung beendet. Shara Hubrich verabschiedete sich in der Klasse -50 Kilogramm durch ein 0:1 gegen Junna Tskuii von den Philippinen aus dem Wettbewerb; Jana Bitsch durch eine Wertung nach dem 2:2 gegen Travat Khaksar (Iran) in der Klasse -55 Kilogramm. Für die Leichtgewichts-Damen des DKV bedeutete das frühe Aus zugleich einen Rückschlag auf dem Weg nach Tokio. Derzeit nehmen beide die Plätze sieben (Hubrich) und acht (Bitsch) im Olympiaranking ein. Ebenfalls nicht über die erste Runde hinausgekommen war Madeleine Schröter in der Klasse -68 Kilogramm (3:6 gegen die Französin Lea Avazeri).

Einen Kampf mehr durfte hingegen Charlotte Grimm in der Klasse +68 Kilogramm bestreiten: Nach dem 4:0 über die Finnin Titta Keinanen folgte allerdings das Aus durch das 1:2 gegen Sohila Abouismail (Ägypten). Für Johanna Kneer ging es im Turnier-Verlauf hingegen deutlich weiter: Dem 3:1-Auftakt-Erfolg über Natalia Spigolon (Brasilien) in der 2. Runde folgte ein 2:0 gegen Iryna Zaretska (Aserbaidschan). Auch Feryal Abdelaziz aus Ägypten konnte Kneer beim 6:1 nicht stoppen. Dies gelang jedoch Halyina Melnyk (Ukraine), die mit 4:0 über die Deutsche triumphiert hatte. Anschließend war die Griechin Vasiliki Panetsidou beim 3:2 einen Punkt besser und verbaute Kneer damit den Weg ins Halbfinale.                              

Dirk Kaiser

Foto-Credit: DKV / Brigitte Kraußer


Deutscher Karate Verband e.V. Unsere Ressorts und Themen

Bundesgeschäftsstelle
Am Wiesenbusch 15  | 45966 Gladbeck

Fon: +49 (0)2043 / 2988-0

Fax: +49 (0)2043 / 2988-91
Email: info@karate.de