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Geglückte Generalprobe: Horne auf dem Weg zu Olympia

Horne Nitschmann Tokio vkJonathan Horne hat sich bei der Premier-League-Veranstaltung in Tokio in beeindruckender Form präsentiert:

In der Kumite-Klasse +84 Kilogramm überzeugte der Welt- und Europameister aus Kaiserslautern in seinen fünf Kämpfen auf ganzer Linie, „ließ nichts anbrennen“, wie es Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann kurz und knackig auf den Punkt brachte, und sicherte sich den Titel durch ein 1:0 im Finale über den Iraner Saleh Abazari. Besonders bemerkenswert: Der 30-Jährige, der sich für dieses Event viel vorgenommen hatte, musste im gesamten Wettkampf keinen Gegenpunkt hinnehmen. Somit hat Horne nach Aussage von Nitschmann „einen ganz, ganz großen, wenn nicht sogar entscheidenden Schritt in Richtung Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 gemacht“ – und das in der Stätte, in der im kommenden Jahr die olympischen Karate-Wettbewerbe ausgetragen werden.

Horne mit Maskottchen
Ziemlich beste Freude: Jonathan Horne und das Olympia-Maskottchen    Foto-Credit: "DKV / Privat"

 

Auch Noah Bitsch dürfte mit seinem Abschneiden in der japanischen Hauptstadt zufrieden gewesen sein. Obwohl „Noah seine gute Form aus der Vorrunde leider nicht mit ins kleine Finale hat nehmen können“, wie es Thomas Nitschmann formulierte, belegte Bitsch am Ende in der Klasse -75 Kilogramm einen guten fünften Platz.

Unbekümmert und taktisch clever: Jil Augel überrascht

Bei den Damen hinterließ Jil Augel, die ihr erstes Jahr in der Leistungsklasse absolviert, einen starken Eindruck. In der Klasse -55 Kilogramm schaffte sie den Sprung unter die besten 16 Karateka – und das mit Siegen gegen eine starke Kasachin und eine nicht zu unterschätzende Schottin. Jil Augel habe unbekümmert und taktisch clever gekämpft, befand hernach der Bundestrainer, der die 0:1-Niederlage gegen die Brasilianerin Valeria Kumizaki ob der gezeigten Leistungen durchaus verschmerzen konnte.

Jil Augel
Überraschte in Tokio: Jil Augel (rechts)    Foto-Credit: "DKV / Brigitte Kraußer"

Jana Bitsch hingegen verpasste das Achtelfinale durch das knappe 1:2 gegen Sabrina Ouihaddadene (Frankreich). Besonders bitter: In der letzten Sekunde des Kampfes hatte sich die 28-Jährige, die den Kampf dominiert, es jedoch verpasst hatte, frühzeitig ein paar Punkte mehr zu machen, einen „Fuß gefangen“. Auch für Johanna Kneer war in der dritten Runde Endstation: Sie unterlag der jungen Griechin Kyriaki Kydonaki durch ein Video-Review vor den Trainern mit 0:1. Zuvor hatte sich Kneer gegen die starke Französin Lea Avazeri und die ebenfalls hoch gehandelte Ukrainerin Halyna Melnyk durchgesetzt. „In der Summe“, sagte Nitschmann, „hätten sowohl Jana Bitsch als auch Johanna Kneer ihre Kämpfe in der regulären Zeit entscheiden können“.

„Hatte mir aufgrund der guten Vorbereitung mehr ausgerechnet“

Die anderen deutschen DKV-Damen seien dagegen unter ihren Möglichkeiten geblieben, analysierte Nitschmann. Sie hätten vielleicht zu viel gewollt und seien dadurch verkrampft gewesen. „Dann macht der Muskel zu und das Auge ist nicht mehr so schnell.“ Insgesamt fällt die Nitschmann‘sche Bilanz zwiespältig aus – trotz des Sieges von Horne und des fünften Platzes von Noah Bitsch. „Ich hatte mir aufgrund der guten Vorbereitung mehr ausgerechnet. Die Motivation und der Trainingseinsatz hatten mich optimistisch gestimmt, dass bei dieser Meisterschaft mehr gehen könnte“, lautete das Fazit des 49-Jährigen.

Auch im Kata gab es für das deutsche Duo nicht viel zu holen: Während Ilja Smorguner seine Teilnahme aufgrund von muskulären Problemen im Rückenbereich kurzfristig hatte absagen müssen, kam Jasmin Jüttner nach 23,0 Punkten in Runde eins nicht über die zweite Runde 22,64 (Punkte) hinaus.

Die Kämpfe im Überblick

Shara Hubrich (-50 Kilogramm)
1.Runde: Freilos
2.Runde: 1:1 gegen Moldir Zhangbyrbay (Kasachstan)

Jil Augel (-55 Kilogramm)
1.Runde: 3:1 gegen Sabina Zakharova (Kasachstan)
2.Runde: 2:1 gegen Amy Connell (Schottland)
3.Runde: 0:1 Valeria Kumizaki (Brasilien)

Jana Bitsch (-55 Kilogramm)
1.Runde: Freilos
2.Runde: 1:0 gegen Li Lirisman (Estland)
3.Runde: 1:2 gegen Sabrina Ouihaddadene (Frankreich)

Gizem Bugur (-55 Kilogramm)
1.Runde: 6:1 gegen Melinda Michel (Schweiz)
2.Runde: 0:1 gegen Shiori Nakamura (Japan)

Johanna Kneer (-68 Kilogramm)
1.Runde: 0:0 gegen Lea Avazeri (Frankreich)
2.Runde: 3:0 gegen Halyna Melnyk (Ukraine)
3.Runde: 0:1 gegen Kyriaki Kydonaki (Griechenland)

Madeleine Schröter (-68 Kilogramm)
1.Runde: 0:4 gegen Cheryl Murphy (USA)

Charlotte Grimm (+68 Kilogramm)
1.Runde: 0:0 gegen Tzu-Hsuan Wen (Taipeh)

Merem Yildirim (+68 Kilogramm / KC Shogun Memmingen)
1.Runde: 0:3 gegen Anne Laure Florentin (Frankreich)

David Kuhn (-67 Kilogramm)
1.Runde: 0:1 gegen Andres Delgado Madera (Venezuela)

Noah Bitsch (-75 Kilogramm)
1.Runde: 3:0 gegen Petar Zaborski (Nord-Mazedonien)
2.Runde: 0:3 gegen Ken Nishimura (Japan)

Repechage Pool
1.Runde: 2:0 gegen Aleksandr Shcherban (Russland)
2.Runde: 2:1 gegen Thomas Scott (USA)
Kampf um Platz drei: 0:5 gegen Bahman Ghoncheh Asgari (Iran)

Jonathan Horne (+84 Kilogramm)
1.Runde: Freilos
2.Runde: 5:0 gegen Angel Georgieff (Frankreich)
3.Runde: 2:0 Daiki Ando (Japan)
4.Runde: 1:0 Zvonimir Zivkovic (Kroatien)
Halbfinale: 1:0 gegen Gogita Arkania (Georgien)
Finale: 1:0 gegen Saleh Abazari (Iran)                                                           

Dirk Kaiser


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