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  • Dr. Jürgen Fritzsche

    Dr. Jürgen Fritzsche

    Lehrreferent Referent Vereinsmanager Ref. Gewaltschutztrainer

    Tel.: +49 (0) 6081-13747

    5. Dan


     

Bericht Ausbildung Gewaltschutztrainer Teil 2 09.-11.09.2016 in Bad Buchau

Gewaltschutzlehrgang für Erwachsene vom 09.09. bis 11.09. in Bad Buchau

Dr. Jürgen Fritzsche und Rudi Heimann zogen 20 Karateka aus dem gesamten Bundesgebiet wieder in ihren Bann.

Wer die beiden kennt, der freut sich immer wieder auf ein Wiedersehen mit ihnen! Im Grunde genommen begann die Vorfreude auf dieses Ereignis für viele von uns bereits an dem Tag, an dem uns die Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am ersten Modul für Kinder und Jugendliche überreicht wurde. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sogar mit dem Flugzeug angereist wurde. Die weitgereistesten Teilnehmer kamen aus Stade und aus Berlin. Sie nahmen eine lange Anreise auf sich, um am Seminar der beiden teilnehmen zu können.

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An diesem Wochenende endeten in Bayern die Ferien und ein Stau reihte sich an den nächsten. So begann Modul 2 mit einer Verzögerung von einer Stunde in einem der beiden Konferenzräume des Kurzentrums Bad Buchau am Federsee.

Während dieser drei Tage spürten wir von Anfang an, dass dort vorne zwei absolute Vollprofis stehen, die genau wissen, wovon sie reden und was sie tun. In begeisternden Vorträgen; nein, es sind vielmehr Gespräche mit uns; übten wir in realitätsnahen Simulationen, wie man z.B. auf dem Bauamt, im Job Center, in einer Bank oder in einem beliebigen Unternehmen schnell in eine Bedrohungslage kommen kann. Beide legten einen extrem großen Wert darauf, dass wir als zukünftige Trainer die Simulation niemals sich verselbstständigen lassen und die Fäden stets in der Hand halten. Wurde die Situation schwierig, wurde sie eingefroren und eingehend besprochen. Wir waren immer wieder über den riesigen Erfahrungsschatz erstaunt, auf den die beiden augenblicklich zurückgreifen konnten. Für jede erdenkliche Frage oder Anregung hatten sie sofort das notwendige Material zur Hand.

Uns wurde an die Hand gegeben, dass jedem Teilnehmer bewusstwerden sollte, dass interaktive Szenarien ihnen die Möglichkeit geben, gefahrlos üben zu können um dann, wenn es zu einer Bedrohungslage kommt, ihr eigenes Handeln selbst bestimmen zu können.

Nachdenklich machten Sie die ganze Gruppe, als am Ende des zweiten Tages die gestellte Aufgabe „Wie verhält man sich als Gruppe einem Aggressor gegenüber?“ nicht zum gewünschten Ergebnis führte. Aber auch hier zeigten sie sich als souveräne Seminarleiter: Am letzten Tag – Rudi hatte die ganze Aktion vorsorglich gefilmt – wurde sie minuziös besprochen. Unter ihrer Leitung kamen wir zum Ergebnis, dass zunächst die eigene Sicherheit immer die höchste Priorität hat. Wenn sich aber die Möglichkeit ergibt, eine bedrohte Person gemeinsam retten zu können, dann soll die Rettungsaktion auch koordiniert ablaufen. Und das geht so: die Retter (in unserem Fall vier Personen) stehen vor der Tür zu dem Raum, in der wahrscheinlich eine Bedrohungslage ist. Nach dem Öffnen der Tür sondiert die erste Person, der (von uns) genannte „Checker“ noch am Türrahmen stehend und der Türklinke fest im Griff den Raum. Erkennt er, dass z.B. eine Waffe eingesetzt wird, schließt er sie wieder und es wird ein Notruf abgesetzt. Ist dagegen keine Waffe im Spiel, lenkt die zweite Person den Aggressor durch lautes Geschrei und heftiges Gestikulieren von seinem Opfer ab. Gleichzeitig begibt sich die dritte Person zu dem Opfer und holt es aus der Gefahrenzone. Die vierte Person agiert als Unterstützer, die die Einsatzkräfte informiert. Diese Simulation lief in gerade einmal 17 Sekunden ab. Sowohl die Akteure, wie auch die Zuschauer und unsere beiden Trainer Rudi und Jürgen waren begeistert. Herausragend war jedoch die Flexibilität des Systems, das – richtig angewandt – auch nur zwei Helfer unter Beachtung bestimmter Grundsätze zu dem gleichen (sicheren) Ergebnis führte.

Und so gingen wir nach drei Tagen intensiven Lernens und Übens mit der Gewissheit auseinander, zwar nun Trainer zu sein, das Gelernte aber erst einmal in einer bekannten Gruppe umzusetzen.

Von Uwe Dombach

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