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Olympia-Qualifikation für Tokio wird 2021 fortgesetzt

Zwei Herzen schlügen in seiner Brust, kommentierte DKV-Präsident Wolfgang Weigert die Entscheidung des Weltverbandes. Ein Premier-League-Turnier in Rabat, die EM in Göteborg und die abschließende Final-Veranstaltung in Paris sind nun relevant.

Olympia-Qualifikation für Tokio wird 2021 fortgesetzt

Darf weiterhin auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen hoffen: Jana Messerschmidt

Die Entscheidung der World Karate Federation (WKF), die Qualifikation für die Olympischen Spiele bis ins kommende Jahr fortzuführen, dürfte bei einigen A-Kader-Athleten und -Athletinnen des Deutschen Karate Verbandes (DKV) unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen haben. Während der aufgrund seiner erreichten Punktzahl bereits für Tokio qualifizierte Karate-Weltmeister Jonathan Horne (+84 Kilogramm) voraussichtlich noch zwei weitere Wettkämpfe bestreiten muss, um sich den Traum von Olympia zu erfüllen, dürfen sich Jana Messerschmidt (-55 Kilogramm), die als Fünfte der Rankingliste die direkte Qualifikation nur knapp verpasst hatte, und Shara Hubrich (-50 Kilogramm) wieder hoffen, am weltgrößten Multisport-Event teilzunehmen.

Hintergrund für die Entscheidung der WKF-Spitze war die Tatsache, dass die Olympischen Spiele aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht wie geplant 2020, sondern erst 2021 (23. Juli bis 8. August) stattfinden - und somit die in diesem Jahr ausgefallenen Turniere, die noch für die Olympia-Qualifikation relevant gewesen wären, im kommenden Jahr ausgetragen werden können. Sofern es die Umstände zulassen, ist für April 2021 im marokkanischen Rabat eine Premier-League-Veranstaltung vorgesehen, in der Olympia-Punkte vergeben werden. Zudem fallen die Europameisterschaften in Göteborg (12. bis 16. Mai 2021) - als Ersatz für die ausgefallene EM in Baku (Aserbaidschan) - in diese Kategorie. Die letzte Möglichkeit, auf den Olympia-Zug aufzuspringen, bietet sich beim finalen Qualifikations-Turnier in Paris.

Der ausschlaggebende Grund
für die WKF-Entscheidung

Zu Beginn der weltweiten Pandemie mussten im März die noch ausstehenden Qualifikations-Turniere in Rabat, ersatzweise später Madrid, und die EM in Baku abgesagt werden. Da zu diesem Zeitpunkt die Olympischen Spiele noch für 2020 terminiert waren, wurden die jeweils vier Punkt-Besten der einzelnen olympischen Disziplinen von der WKF als qualifiziert gewertet - da eine Fortsetzung der ausgefallenen Turniere bis zum Sommer dieses Jahres ausgeschlossen war.

Als der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Dr. Thomas Bach, einige Wochen später die Spiele um ein Jahr verschoben hatte, eröffnete sich für die WKF die Perspektive, die ausgefallenen Turniere 2021 nachzuholen - um dadurch den Athleten und Athletinnen eine faire Chance zu eröffnen, die ursprünglich Qualifizierten noch von den Startplätzen zu verdrängen.

Aus diesem Grund genehmigte das IOC die neue Vorgehensweise des WKF - zumal diese nicht im Widerspruch zu der Aussage von Dr. Thomas Bach stand. Bach hatte seinerzeit konstatiert, dass alle bisher Qualifizierten für Tokio gemeldet sind. Jedoch bezog sich diese Aussage lediglich auf die Athleten und Athletinnen, deren Qualifikation bereits abgeschlossen war oder deren abgebrochene Qualifikation bis zu den neu angesetzten Spielen im August 2021 nicht mehr wiederholt werden kann.

Muss sich erneut beweisen, um in Tokio mit von der Partie zu sein: Jonathan Horne 
Muss sich erneut beweisen, um in Tokio mit von der Partie zu sein: Jonathan Horne

"Zwei Herzen schlagen in meiner Brust", erklärte DKV-Präsident Wolfgang Weigert, zugleich Vizepräsident der WKF. "Einerseits fühle ich mit Jonny, der nochmals zwei Turniere absolvieren muss, andererseits freut es mich für Jana und Shara, dass sie jetzt die Chance erhalten, ihre damals nur knapp verpassten Qualifikationen doch noch zu erreichen."

Zugleich spiegelt die Entscheidung das grundsätzliche Dilemma der Sportpolitik wider, was ist in einem solch außergewöhnlichen und noch nie dagewesenen Fall als gerecht zu werten ist. "Es gilt nun vorwärts zu blicken und die drei Athleten bestmöglichst für die jetzt noch ausstehenden Veranstaltungen in Rabat und in Göteborg vorzubereiten", so Weigert weiter. Unabhängig davon wird die finale Qualifikation, bei der die restlichen drei Startplätze für Tokio vergeben werden, in Paris über die Bühne gehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin Jana, Shara und Jonny bereits qualifiziert haben und die restlichen DKV-Starter und -Starterinnen einen dieser begehrten Plätze erringen können."

Dirk Kaiser / Wolfgang Weigert

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