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Mit innerer Ruhe und Gelassenheit einen Schritt nach vorne gemacht

Johanna Kneer erlebt in Paris ein Wechselbad der Gefühle - und will den Aufwärtstrend bei den nächsten Großveranstaltungen bestätigen.

Mit innerer Ruhe und Gelassenheit einen Schritt nach vorne gemacht

Bevorzugt Fußtechniken: Johanna Kneer (links)

14 Sekunden vor Schluss war das passiert, was Johanna Kneer unbedingt hatte vermeiden wollen: Die Deutsche liegt in ihrem ersten Kampf der Trostrunde 3:1 in Führung, als ihre Gegnerin, die Kroatin Lucija Lesjak, einen Angriff startet. Und weil sich Kneer in die falsche Richtung dreht, erzielt Lesjak mit ihrem Tritt zum Körper den Ausgleich zum 3:3. Doch Kneer ist keinesfalls geschockt, wie sie später erklärt. "Ich war mir sicher, dass ich den noch fehlenden Punkt zum Weiterkommen holen würde." Indes: Lesjak bringt das 3:3 über die Zeit und zieht mit Senchu ins Finale der Trostrunde ein - wo sie später allerdings der Schweizerin Elena Quirici unterlegen sein wird.

Für Kneer ist das Olympia-Qualifikations-Turnier in Paris hingegen beendet - und dabei hatte die 23-Jährige auf dem Weg in die Trostrunde gleich zu Beginn zwei starke Konkurrentinnen aus dem Wettbewerb befördert. Zunächst die Französin Alizee Agier, danach die griechische Weltmeisterin Eleni Chatziliadou. Auch Titta Keinanen aus Finnland hat der Kneer'schen Power nichts entgegenzusetzen.

Erst die Italienerin Silvia Semeraro, gegen die Kneer bei einem Test-Wettkampf in Paris bereits gewonnen hatte, stoppt die amtierende Europameisterin im Team-Wettbewerb. "Das war clever von ihr", lässt Kneer die Situation, die zur 0:1-Niederlage geführt hatte, noch einmal Revue passieren. "Wir gehen beide in die Eins-gegen-Situation, und weil sie kleiner ist, geht sie unten rein." Und macht so den entscheidenden Punkt.

Forsch voran statt abwartend und zurückhaltend: Johanna Kneer (links) 
Forsch voran statt abwartend und zurückhaltend: Johanna Kneer (links)

Weil es Semeraro jedoch in die Runde der besten Vier schafft, ist die zuvor "sehr enttäuschte" Kneer wieder im Wettbewerb. Ärger und Frust, der sich kurzzeitig bei ihr breit gemacht hatte, weichen dem Optimismus. "Es bringt ja nichts, über das Negative lange nachzudenken. Für mich war wichtig, dass ich die Konzentration und den Willen wieder aufbaue."

Im Hotel begibt sie sich noch einmal in die Hände des Physiotherapeuten, und sie weiß, dass "ich jetzt alles raushauen muss". Kneer lässt sich trotz des 0:1-Rückstands gegen Lesjak nicht beirren, gleicht aus und geht später sogar in Führung. Eine Führung, die bis 14 Sekunden vor Schluss Bestand haben sollte.

Unabhängig vom Ausgang des letzten Kampfes hat Kneer, wie sie selbst sagt, "in diesem Jahr einen Schritt nach vorne gemacht". Weil sie gelassener geworden sei. Bei den nächsten großen Veranstaltungen will Kneer ihren Aufwärtstrend bestätigen - mutig und offensiv. Denn Kneer, die aufgrund des Einsatzes von Fußtechniken zuweilen viele Punkte erzielt, mag das Forsche, bevorzugt den Gang nach vorne - bei aller Gelassenheit und Ruhe, die ihr mittlerweile innewohnt.

Dirk Kaiser

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